Mr Speaker,
shame on you for this partisan attack on my free speech in this chamber!
Meinen Glauben muss ich in diesen Hallen nicht rechtfertigen, ich will aber die theologische Einfältigkeit dieser Argumentation nicht stehen lassen.
Die Schöpfungsgeschichte zeigt uns vor allem die Bedeutung von Gemeinschaft, Partnerschaft und Liebe. Sie zeichnet ein Bild von Menschen, die füreinander da sind, sich unterstützen und gemeinsam das Leben gestalten. Das ist die Essenz der christlichen Ehe.
Die Bibel enthält viele Prinzipien, die uns zu Gleichheit und Gerechtigkeit aufrufen. Im Brief an die Galater, Kapitel 3, Vers 28 heißt es etwa: „Es ist weder Sklave noch Freier, weder Mann noch Frau; denn ihr alle seid eins in Christus Jesus.“ Wenn wir wirklich an diese Einheit glauben, können wir keine Form der Liebe ausschließen, die auf den Werten von Hingabe und Unterstützung basiert - ganz zu schweigen von der pastoralen Verantwortung.
Es ist lange die Tradition aller Kirchen und insbesondere der methodistischen Kirchen, ihre Lehren zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Wir glauben, dass Gott weiterhin zu uns spricht und uns führt, auch wenn das bedeutet, unsere bisherigen Überzeugungen zu überdenken. Unser Verständnis von Ehe kann sich weiterentwickeln, solange es auf den fundamentalen christlichen Werten basiert.
Wir haben durch Wissenschaft und Dialog mit Betroffenen erkennen können, dass viele Formen von Partnerschaften wertvoll sind. So wie wir heute nicht mehr steinigen, mit Sklaven handeln oder uns als Christen nicht mehr den jüdischen Speisegeboten unterworfen ansehen, so ist auch die vermeintlich wortgetreue Verständnis der Heiligen Schrift in allen anderen Fragen abzulehnen.
And last but not least, Mr Speaker: Wir stehen hier in einem staatlichen Gebäude und diskutieren über eine staatliche Gesetzgebung. Es ist nicht richtig, unsere religiösen Überzeugungen anderen aufzwingen zu wollen!
Therefore I move to reconsider the motion to table and have a recorded vote - let's end this disgrace already!