Posts by Vergil Oglesby

    Handlung

    Kommt mit Frau und Kind zur Eidesleistung.


    Ich gelobe feierlich, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten getreulich einhalten, bewahren und verteidigen und meine Amtspflichten nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde, so help me God.

    Handlung

    Zieht eine Liste aus seinem sortierten Aktenordner.


    Senator Walker,


    Von heute auf morgen wird das freilich nicht möglich sein, aber angegangen werden muß dieses Problem zweifelsohne.




    Kingdom of Albernia
    Androsian Federation
    Republic of Bergen
    Chinopian Empire
    Dominion of Cranberra
    Democratic Union
    Republic of Dionysos
    Empire of Dreiburgen
    Republic of Eldeya
    Kingdom of Freesland
    Free State of Fuchsia
    Futunian Empire
    Medean Empire
    Royal Realm Glenverness
    Holy See
    Imperium Landinorum
    Nordhanaric Federation
    Kingdom of Nordmark
    Kingdom of Pottyland
    Republic of Soleado
    Turanian Federation
    Republic of Zedaria

    Senator Arroyo,


    Diplomatie ist keine Mathematik, der konkrete Zeitpunkt ist ganz wesentlich vom jeweiligen Verlauf des Konflikts abhängig. Nehmen Sie zum Beispiel an, eine diplomatische Krise, in die die Vereinigten Staaten involviert sind, droht dergestalt zu eskalieren, daß unser Gegenüber den Einsatz von Waffen ernsthaft in Betracht zieht - die Sicherheit unseres Landes damit gefährdend -, und er ist davon im Zuge von Verhandlungen nicht abzubringen. Dann zum Beispiel ist der Einsatz nichtdiplomatischer Mittel geboten.

    Senator Arroyo,


    die wohl mit schwierigste Frage, die man in einem solchen Zusammenhang stellen kann. Auch wenn mir ab und an der Ruf eines Falken vorauseilt, stehe ich grundsätzlich weit vom Abzug entfernt. Diplomatie ist die Kunst, Probleme und Konflikte mit den Mitteln des Gesprächs, des nichtbewaffneten Drucks zu lösen, falls dies geboten ist. Erst, wenn all diese Mittel ausgeschöpft sind und ein Konflikt die Sicherheit der Vereinigten Staaten berührt, wären nichtdiplomatische Mittel in Betracht zu ziehen. Letztlich ist all das eine Frage der eingehenden Analyse des Einzelfalls.

    Senator Arroyo,


    ich sehe als eine der wichtigsten Aufgabenfelder eines Secretary of State immer auch, die Überzeugung von demokratischer und wirtschaftlicher Freiheit, von Menschenrechten und demokratischer Verfaßtheit des Staates nach außen zu tragen. Dafür haben - und da ist aus meiner Sicht auch ein gewisses Pathos angemessen -, schließlich schon unsere Vorväter eingetreten. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder formuliert, daß die Vereinigten Staaten als Anwalt der Freiheit auftreten sollten und müssen. Dazu gehören auch Werte wie Verläßlichkeit. Das sind letztlich nicht nur die Werte unserer Republik, sondern auch jene der republikanischen Partei. Damit ist die Frage gewissermaßen in doppeltem Sinne beantwortet.

    Senator Burry,


    ich möchte zunächst einleitend bemerken, daß ich Ihre Auffassung teile, der Secretary auf State sei mehr als ein bloßer CHRO.


    1. Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil die Antwort sich in kein Schwarz-Weiß-Schema einsortieren läßt. Grundsätzlich bin ich durchaus der Überzeugung, man sollte selbst das Ziel verfolgen, Tonalität und Verfahren zu setzen. Der Weg dorthin kann nur komplizierter sein, als manchmal wünschenswert wäre. Die Kunst diplomatischer Kommunikation besteht nicht nur manchmal darin, notwendige Umwege zu gehen, um seinem Ziel näher zu kommen. Konkreter etwa: Wer die Spezifika des Gesprächspartners nicht ausmacht und ihnen nicht in gewissem Maße Rechnung trägt, wird sein eigenes Ziel nicht erreichen können
    2a) Die USA sind eine Weltmacht, ganz unabhängig davon, wie man konkret damit umgeht. Wir gehören wirtschaftlich und militärisch zu den zweifellos stärksten Nationen unserer Welt. Dementsprechend sollten wir auch mit diesem Anspruch nach außen treten.
    2b) Wir müssen wohl feststellen, daß wir aktuell nichts darüber wissen, was auf dem Gebiet des ehemaligen Stralien geschieht. Regierungsstrukturen scheinen nicht mehr vorhanden zu sein, dementsprechend wäre auch kein diplomatisches Handeln mehr möglich gewesen. Niemand konnte wohl damit rechnen, daß die Strukturen in Stralien so total verschwinden würden. Fakt ist aus meiner Sicht: Als sie noch vorhanden waren, war der Einsatz dort richtig. Nach dem Zusammenbruch wiederum war nicht mehr festzustellen, was dort geschieht. Wichtiger scheint mir deshalb der Schutz der Außengrenze. Es wäre aktuell nicht zu rechtfertigen, auf mehr oder minder unbekanntes Gebiet vorzustoßen.
    2c) Wenn Sie Gebiete meinen, die nicht zum Festland der Vereinigten Staaten gehören, dann ist dies aus geostrategischer stets zu erwägen. Dazu bedürfte es allerdings einer eingehenden Analyse, die ich an dieser Stelle schlechterdings nicht leisten kann.


    3. Ein Eintreten für unsere Werte sollte stets unser Anliegen sein, vor allem dann, wenn wir von ihnen überzeugt sind.

    Senator Arroyo,


    es wird von Seiten des Department of State einen Aufruf geben, sich als Botschafter in den Dienst der Vereinigten Staaten zu stellen. Dabei soll das vorhin bereits ausgeführte Bewerberprofil zur Anwendung kommen. Übergangsweise würde auf das bereits vorhandene Botschaftspersonal zurückgegriffen. Hier würde das Department of State die ständige Kommunikation intensiveren bzw. überhaupt wieder aufnehmen.


    Das Kaiserreich ist a) eine Großmacht. Entspannte Beziehungen bedeuten damit zunächst konkret geopolitische Entspannung für Astor. Das würde insbesondere für die Nähe Neufriedrichsruhs zum astorischen Staatsgebiet bedeuten. Entspannung mit einer solchen Großmacht zieht auch noch andere Vorteile nach sich: Sicherere Handelsrouten zum Beispiel. Entspannung bedeutet auch eine Senkung der Konfliktgefahr. Das wiederum zieht eine höheres Sicherheitsniveau nach sich und das dürfte unbestritten im Interesse aller in unserem Land sein. Gerade in einer Welt, die de facto über keinerlei multilaterale Rückbindung verfügt, kommt bilateralem Handeln eine umso größere Bedeutung zu, gerade dann, wenn es sich um zwei Großmächte handelt. Nicht zuletzt möchte ich auf den Vertrag verweisen, den wir mit Dreibürgen geschlossen haben. Die Bedienung solcher Verträge erhöht Präsenz und Glaubwürdigkeit unseres Landes. Auch das sollte in unser aller Interesse sein, ganz konkret.

    Senator Arroyo,


    ich habe dargelegt, daß unser Land über viele fähige Köpfe verfügt, die darüber hinaus über Auslandserfahrung verfügen. Wäre dem nicht so, wäre unser Arbeitsmarkt international gar nicht handlungsfähig. Dieses Potential gilt es für das Department of State zu aktivieren und genau das habe ich vor.


    Was Dreibürgen betrifft, so waren die Beziehungen in den letzten Jahren immer wieder von Spannungen geprägt. Andererseits hat es wenige Bemühungen gegeben, wieder einen Gesprächsfaden aufzunehmen. Aus meiner Sicht ist daher ein mehrstufiges Vorgehen notwendig. In einem ersten Schritt müssen wieder Gespräche aufgenommen werden. Anschließend wird man klarer sehen können, wie sich Dreibürgen aktuell positioniert. Man darf auch nicht vergessen, daß sich an entscheidenden Stellen im Empire gerade personelle Veränderungen vollziehen. Ein neuer Kaiser, der bisherige Reichsmarschall liegt im Sterben. Ich beabsichtige Dreibürgen gegenüber deutlich zu machen, daß wir den Raum uns herum geopolitisch als unseren Interessenraum verstehen. Diese Claims sollten abgesteckt werden. Ansonsten sollte Vertragstreue hervorgehoben werden. Eine Entspannung sollte angestrebt werden.

    Senator Arroyo,


    auf diese Frage gibt es zwei aus meiner Sicht zutreffende Antworten:


    1. Weil nur durch die Wahrnehmung ihrer Tätigkeit die Grundlage dafür geschaffen werden kann, daß die Vereinigten Staaten ihre Interessen international vertreten können.
    2. Weil ich das Ziel habe, diese aktive Wahrnehmung durch kontinuierliche Arbeit im Department slcherzustellen. Daß es sich dabei um keine leichte Aufgabe handelt, hat die Vergangenheit ein ums andere Mal gezeigt.

    Sentor Walker,


    eine wichtige Frage. Idealerweise haben diese bereits Erfahrungen im diplomatischen Dienst gesammelt. Gerade in der komplizierten Materie der Diplomatie kann Erfahrung ein entscheidender Faktor sein, entscheidender als in anderen Bereichen. Bewerber sollten des Weiteren über gute kommunikative Fähigkeiten und ein ausgeprägtes Maß an Fingerspitzengefühl verfügen. Kaum etwas ist auf diplomatischem Parkett so mißlich wie Mißverständnisse mit seinen Partnern. Sodann wäre es von Vorteil, wenn ein Bewerber schon einige Zeit in dem Land verbracht hätte, in dem sein Einsatz geplant ist. Interkulturelle Kompetenz ist heute unerläßlich in einer Welt, die mehrere Pole aufweist, aber auch generell. Wer weiß, wie die Kultur des Ziellandes funktioniert, kann kommunikative Pannen vermeiden und schneller zu greifbaren Ergebnissen gelangen. Das Anforderungsprofil ist also komplex und anspruchsvoll.

    Honorable Senators,


    ich möchte zunächst sagen, daß es mir eine Ehre ist, mich hier und heute diesem Hearing stellen zu dürfen. Mein Name ist Vergil Oglesby, geboren am 27. Juli 1971. Nach einem Studium in Politologie und International Relations in Astor, Albernia und dem ehemaligen Meltania habe ich längere Zeit in einem Think Tank für Internationale Beziehungen gearbeitet und sehe auch als Politiker meinen Schwerpunkt in der auswärtigen Politik. Vor einiger Zeit gründete ich mit dem IfDD einen eigenen Think Tank, der sich wiederum mit den Schwerpunkten internationale Beziehungen und Geopolitik befaßt. Ferner wurde ich immer wieder von international agierenden Unternehmen als Berater hinzugezogen, wenn es um das Verständnis fremder kultureller und politischer Räume ging.


    Das Ziel astorischer Außenpolitik muß es zunächst einmal wieder sein, eine Wiederaufnahme derselben zu betreiben. Bei allen redlichen Bemühungen der letzten Jahre ist dies leider nur eingeschränkt gelungen. Ein erster Schritt hin zu dieser Aktivierung muß darin bestehen, wieder Botschafter in Amt und Würden zu bringen. Ein Blick auf die Liste der amtierenden Botschafter zeigt, daß dieser Bereich quasi in Gänze unbesetzt ist. In diesem Zustand kann keine durchdachte Außenpoltiik betrieben werden, da die Botschafter vor Ort Mittler und Vermittler unserer Interessen sind. Ein Department of State unter meiner Leitung würde sich deshalb darum bemühen, diesen Zustand schnellstmöglich zu beheben. Ganz abgesehen davon, daß in unseren Botschafterlisten noch Länder geführt werden, die bereits aufgehört haben zu existieren.


    Sodann ist es aus meiner Sicht notwendig, daß Astor wieder ein aktive Außenpolitik betreibt. Unsere Partner zum Beispiel warten schon etwas länger darauf, daß man sich nachhaltig um einen entsprechenden Kontakt bemüht. Dies gilt zum Beispiel für Albernia. Immerhin verpflichtet uns der Vertrag über die AAA zu einem solch nachhaltigen Verhältnis. Ein Department of State unter meiner Leitung würde sich um die Organisation dieses Verhälltnisses nachdrücklich bemühen. Schließlich ist Albernia unser wichtigster Partner in einer Welt, die sowohl westlich als auch östlich von uns nicht unbedingt sicherer und konfliktärmer wird.


    Auch mit Staaten, die uns vielleicht nicht sonderlich nahestehen, müssen wir sprechen und uns auseinandersetzen. Zu diesen Staaten ist das Kaiserreich Dreibürgen zu zählen. Seit längerer Zeit erreichen uns von dort keine Berichte mehr. DIeser Zustand muß sich ändern, berücksichtigt man den Umstand, daß mit Neu-Friedrichsruh nach wie vor ein dreibürgischer Militärstützpunkt in unmitelbarer Nähe zu unserem Festland existiert. Gespräche mit dieser Großmacht sind im diplomatischen Sinne folglich unterläßlich. Als Vereinigte Staaten müssen wir unseren geopolitischen Anspruch in unserer mittelbaren und unmittelbaren Umgebung aktiv formulieren, andernfalls könnte es passieren, daß wir ihn ungewollt verlieren, das dürfen wir nicht zulassen.


    Ein anderer wichtiger Akteur, mit dem sich zu wenig befaßt wurde, ist das Kaissereich Heijan. Verfolgte man die internationale mediale Berichterstattung der letzten Monate, konnte einem nicht entgehen, was sich unter anderem in Chinopien und Xinhai ereignete. Nun könnte man einwenden, mit all dem hätten wir nichts zu tun. Dieser Einschätzung möchte ich allerdings spreche, insbesondere, wenn man in seine Überlegungen mit einbezieht, daß auch der renzische Kontinent Märkte bietet. Ignoriert man die Entwicklungen in Renzia, könnte es geschehen, daß von dort aus eines Tages eine Gefahr für die nationale Sicherheit droht. Die Diplomatie ist unter anderem auch dazu gedacht, solche Entwicklungen durch proaktiven Kontakt zu verhindern. Wir müssen wissen und einschätzen können, was um uns herum geschieht. Andernfalls werden wir nicht in der Lage sein können, adäquate Einschätzungen der geopolitischen Lage vorzunehmen.


    Sie sehen also, Honorable Senators, das mein verständnis von Außenpolitik zu allererst ein aktives ist. Die Wahrung unserer Interessen sowie unserer Nationalen Sicherheit sind in der heutigen Welt ohne eine aktive und verläßliche Außenpolitik nicht mehr zu leisten. Es ist genau dieses Verständnis, das ich als Secretary of State mit Leben füllen würde. Ich bitte Sie daher darum, meiner Nominierung zuzustimmen.


    Thank You.