The Scriptatore Ranch
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Handlung
Seit sein Bruder, Alricio, durch seine Ämter als Senator, Präsident und aktuell Chief Justice of the Supreme Court, vor allen Dingen in D.C. und Hybertina wohnhaft geworden war, kümmerte sich Muracio mit seiner Familie um die alte Ranch des Clans. Nicht nur, dass sie die Ranch verwalteten und die Landwirtschaft am Laufen hielten, sie bewohnten die Farm auch als Hauptwohnsitz.
Muracio war lange Zeit der Bürgermeister von Los Fuegos gewesen, inzwischen saß er als Abgeordneter im Parlament von Alcantara. Aus dem Schatten seines großen Bruders, des ehemaligen Präsidenten Alricio Scriptatore hinaus getreten, bereitete er gerade eine Kampagne vor, um sich zum Governor von Alcantara wählen zu lassen. -
Handlung
Nachdem die Wahlbehörde die offizielle Wahlausschreibung zum Amt des Governor of Alcantara verlautbart hatte, reichte das Kampagnenteam um Muracio die notwendigen Unterlagen zur Wahl ein.
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Handlung
Auf dem Gelände der Familienranch ist ein großes Aufgebot an Journalisten und TV-Sendeanstalten versammelt. Senator Muracio hat geladen, um eine Ankündigung zu machen. Ein Rednerpult wurde auf die großzügige Veranda gestellt. Scriptatore steht freundlich dreinblickend dahinter. Neben ihm, mit einem Schritt Abstand seine Frau. Auf der anderen Seite seine beiden erwachsenen Kinder.
My fellow Astorians,
Ich stehe heute hier – in meiner Heimat, vor dem Mahnmal jener, die unser Land mit Mut und Opferbereitschaft verteidigt haben –, um eine Entscheidung mit Ihnen zu teilen, die ich nicht leichtfertig getroffen habe.
Ich kandidiere für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Astor.
Ich kandidiere, weil ich glaube, dass unser Land einen Kurs der Verlässlichkeit, des Maßhaltens und der Verantwortung braucht – in einer Zeit, in der die Welt unübersichtlich geworden ist, in der unsere Gesellschaft gespaltener wirkt als je zuvor, und in der politische Führung zu oft im Aktionismus versinkt, anstatt Orientierung zu geben.
Ich will heute bewusst sagen: Präsidentin Tamara Arroyo hat unserem Land in schwierigen Zeiten gedient. Sie hat sich nie weggeduckt, als das Land Führung brauchte – in Nachkriegszeiten, Zeiten der diplomatischen Herausforderungen und Zeiten der sozialen Umbrüche. Dafür verdient sie Respekt und Dank.
Doch Führungsverantwortung bedeutet auch, Entscheidungen zu hinterfragen. Und ich tue das.
Denn in ihrer zweiten Amtszeit ist aus dem notwendigen Eingreifen ein umfassender Umbau geworden – ein Umbau, der in die Verantwortung der Bundesstaaten eingreift, der unsere föderale Ordnung dehnt, der mit immer neuen Programmen, Fonds und Zentralisierungen das Gleichgewicht zwischen Bund und Ländern gefährdet.
Ich spreche nicht von Mutlosigkeit – ich spreche von Maß.
Ich spreche nicht von Rückschritt – ich spreche von Stabilität.
Ich spreche nicht von Blockade – ich spreche von kluger Prioritätensetzung.
Die Bildungsreform war ein richtiges Anliegen – aber das LEARN-Gesetz ist unverändert verabschiedet worden und kann damit zu einem Hebel zur Umgehung der Bundesstaatenhoheit werden. Das muss nachgebessert werden, wofür ich mich einsetze. Und ich werde weiter dafür eintreten, dass Bildung lokal gedacht wird – und nicht aus DC vorgegeben.
Der nun vorgelegte Federal Health Act aber, ist aus meiner Sicht ein Schritt zu weit. Gesundheitsversorgung ist ein zutiefst persönliches, individuelles Feld. Wir sollten den Menschen Wahlfreiheit geben – nicht eine Blaupause über 24 Bundesstaaten legen.
Ich glaube an Verantwortung. An Eigenverantwortung. Und an staatliche Verantwortung – dort, wo sie geboten und erlaubt ist.
Ich glaube an nationale Souveränität, an diplomatische Klarheit, nicht an moralischen Sendungsdrang. Ich glaube an wirtschaftliche Dynamik, getragen von Innovation, nicht erstickt durch Überregulierung. Und ich glaube an Familien, an Gemeinschaften, an unsere Staaten – als tragende Säulen dieser Republik.
Ich glaube an Astor – und daran, dass wir wieder zu dem werden können, was wir sind: Eine starke, freie, föderale Nation mit klarer Richtung.
Deshalb trete ich an.
Ich lade Sie ein, mir auf diesem Weg zu folgen. Für Stabilität statt Sprunghaftigkeit. Für Verlässlichkeit statt Unruhe. Für Astor.
Gott segne Sie, und Gott segne die Vereinigten Staaten von Astor.
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Während das Blitzlichtgewitter beginnt, treten seine Frau, der er den Arm um die Taille legt, und seine Kinder an seine Seite und lächeln wie er in die Kameras.
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An den designierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Astor,
Muracio Scriptatore
El Conjunto, Alcantara
sunnun daag, 27ter heuet 2466 ii
Irkania-Stadd
Gratulation zur Wahl
Die Freie Irkanische Republik nimmt das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Astor mit Respekt und Aufmerksamkeit zur Kenntnis. Im Namen des Zentralkommandos gratuliere ich Ihnen, Präsident-elect Scriptatore, zu Ihrem Wahlsieg und dem damit verbundenen Mandat.
Die politische Kursbestimmung einer souveränen Nation liegt allein in den Händen ihres Volkes. Es ist unser Grundsatz, jedem frei gewählten Mandat mit nüchterner Wachsamkeit und respektvoller Distanz zu begegnen.
Möge Ihre bevorstehende Amtszeit von Klarheit, Berechenbarkeit und einem aufrichtigen Dialog mit der Weltgemeinschaft geprägt sein.
Alrun Amalbalde
Marschall der Freien Irkanischen Republik
Vorsitzende des Zentralkommandos
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Scriptatore Ranch, Alcantara. Früher Abend. Die Sonne senkt sich langsam über die weiten Felder. Ein milder Wind streicht durch die Zypressen. Muracio Scriptatore, frisch gewählter Präsident der Vereinigten Staaten von Astor, sitzt auf der Veranda des alten Ranchhauses. Neben ihm sein älterer Bruder Alricio, ehemaliger Präsident und aktueller Chief Justice. Beide halten ein Glas Bourbon in der Hand. Die Stimmung ist ruhig, getragen von einem Gefühl tiefer Vertrautheit und Geschichte.
Wer hätte gedacht, dass wir mal hier sitzen würden, Bruder. Du, der mich einst in der High School zu Debatten gezwungen hast – und ich, auf dem Weg, das höchste Amt im Land zu übernehmen.
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Lächelt und sieht in die Ferne.
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Schmunzelt.
Ich habe es damals schon gewusst. Du hattest immer den Blick für das Wesentliche. Während ich noch über Prinzipien diskutierte, hast du längst darüber nachgedacht, wie man es besser machen kann.
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Deine Präsidentschaft war… eine Zeit des Übergangs. Du hast Türen geöffnet, auch wenn du dafür Prügel kassiert hast – von innen wie außen. Ich habe damals viel gelernt. Vor allem, wie schwer es ist, richtig zu handeln, wenn alle Welt glaubt, du liegst falsch.
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Ich habe Entscheidungen getroffen, die mich viele in meiner Partei nie verziehen haben. Aber ich habe immer geglaubt, dass Integrität wichtiger ist als Gefälligkeit. Ich bin stolz auf dich, Muracio. Du wirst der Erste sein, den ich vereidige, den ich wirklich gut kenne.
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Lacht leise.
Zu gut vielleicht.
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Und das macht es für mich nur noch bedeutungsvoller. Ich wollte dich fragen… Wie war das, damals, am Vorabend deiner ersten Vereidigung? Was ging dir durch den Kopf?
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Ehrlich? Zweifel. Ich wusste, dass ich nicht jedem gefallen würde. Dass ich Entscheidungen treffen müsste, die einsam machen. Aber ich wusste auch, dass ich es nicht für mich tat. Sondern für das Land. Du wirst diesen Moment auch erleben. Wenn die Verantwortung dich trifft wie ein Sturm und du begreifst: Jetzt liegt es an dir.
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Ich fühle ihn schon, diesen Sturm. Ich will das Land einen, aber nicht mit Schönwetterreden. Ich will uns stärker machen, souveräner, unabhängiger – aber auch realistischer. Astor hat genug von ideologischen Ritualen. Die Menschen wollen, dass wir handeln. Nicht nur versprechen.
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Dann tu es. Du wirst attackiert werden. Von rechts, von links. Von den Lauten. Aber du bist nicht allein. Und du bist vorbereitet. Du bist kein Dogmatiker. Du bist ein Arbeiter der Demokratie – das ist heute seltener als es klingt.
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Lehnt sich zurück, nimmt einen Schluck.
Wirst du bei der Vereidigung nervös sein?
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Nur wenn du das Schwören verpatzt.
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Lacht.
Aber im Ernst: Es wird mir eine Ehre sein. Und ein Moment, in dem ich für einen Augenblick nicht Chief Justice bin, sondern einfach nur dein großer Bruder. -
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Nickt nachdenklich.
Danke, Alricio. Für alles. Für deinen Rat. Für deine Haltung. Für den Schatten, in dem ich nie erstickt bin – sondern wachsen konnte.
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Dann geh hinaus, Mr. President-elect. Und zeig der Welt, dass dieser Name noch immer für etwas steht.
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Sie stoßen an. Der Blick geht über das Land, das einer von ihnen nun regiert – und der andere einst prägte.
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