Cathedral Basilica of Our Lady of the Assumption

There are 29 replies in this Thread which has previously been viewed 7,514 times. The latest Post (October 12, 2025 at 12:40 AM) was by Karl Wollmann.

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof in die Kathedrale ein.

    Der Herr sei mit Euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.

    Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt./sim]

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Freuet Euch, denn Christus ist geboren!
    Er, der die Sünden der Welt fortnimmt,
    und uns den Weg zum Heil und zum ewigen Leben ebnet.
    Hallelujah!

    Liebe Schwestern und Brüder,
    wir lesen in der Heiligen Schrift im Hebräerbrief im ersten Kapitel die Verse 1 bis 4:
    "Nachdem Gott vorzeiten und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name."

    Liebe Brüder und Schwestern,
    mit hymnischen Worten wird im Hebräerbrief versucht zu beschreiben, was Christus für die Menschheit bedeutet. Doch nicht Erklärungen ist es, was geschrieben wurde, sondern in poetischen Versen, in Symbolen und in Bildern wird Jesus Christus als der ewige Gottessohn gelobt und gepriesen.
    Anders als im Lukas-Evangelium wird Jesus nicht als Neugeborenes in der Krippe liegend, als kleines und hilfsbedürftiges Kind beschrieben, sondern Jesus Christus wird verherrlicht als Abglanz von Gottes Herrlichkeit und als Ebenbild des göttlichen Wesens. Er ist Gott von Gott. Licht vom Licht, Gott vom wahren Gott, eines Wesens mit dem Vater.
    Gott sprach durch ihn zu uns. Auch davor sprach Gott zu uns Menschen, doch anders als zu Zeiten der alttestamentlichen Propheten, hat Jesus Christus eine einzigartige Stellung und Würde: Jesus Christus ist wesenseins mit dem Schöpfer und Erhalter der Welt und erhält alle Dinge mit seinem kräftigen Wort - Jesus Christus ist das Wort Gottes, das am Anfang war, so wie wir es bereits gestern im Johannes-Evangelium hörten.
    Gleich in dreifacher Weise knüpft der Hebräerbrief an die gestern gehörte Textstelle an:
    zuerst verweist der Hebräerbrief auf eine zeitliche Dimension, wonach Jesus Christus bereits vor seiner Geburt bei Gott war und beteiligt war an der Schöpfung. Jesus Christus ist ewig und somit nicht an unsere Zeit gebunden, auch wenn er durch seine Fleischwerdung sich dem Zeitlichen unterworfen hat.
    Sodann verweist der Hebräerbrief auf eine kosmologische Dimension, wonach Jesus Christus das Ziel des Weltgeschehens ist. Er, Jesus, wird alles im Himmel und auf Erden, erben. Gott vererbt ihm alles, wodurch Jesus in eine machtvolle Position kommt.
    Und zuletzt verweist der Hebräerbrief auf das Wesentliche hin: Jesus Christus bringt das Heil in die Welt, er trägt hinweg die Sünden der Welt, er reinigt die Menschen von ihren Sünden und bedreit sie so von ihrer Gottvergessenheit und Gottesferne.
    Und Jesus Christus wird zur Rechten Gottes sitzen und die Engel werden im Hebräerbrief degradiert: nicht die Engel verkünden Gottes Botschaft, Jesus Christus selbst ist die Botschaft.
    In diesen Weihnachtstagen haben wir nun zwei Darstellungen von Jesus Christus kennen gelernt: das Kind, das in Armut in einem Stall zur Welt kommt, in einer Krippe in einem Stall liegt, weil er und seine Eltern keinen Raum in der Herberge gefunden haben, und Jesus Christus, verherrlicht und mächtig als das Ebenbild Gottes.
    Welche Vorstellung aber entspricht nun dem wahren Jesus? Es gibt hier kein richtig und kein falsch. Vielmehr kennt die biblische Überlieferung tatsächlich mehrere Christusvorstellungen., und es liegt an uns, wie wir mit ihnen umgehen.
    Als Kind begegnet uns Gott von Angesicht zu Angesicht: Gott wird Mensch, er wird einer von uns, weil er die Menschen liebt. Jesus beschenkt uns mit seiner unendlich großen Liebe.
    Im weiteren Verlauf des Neuen Testaments begegnet uns Jesus als junger Mann, als Wanderprediger und Wunderheiler. Er tritt ein für Frieden und Gerechtigkeit und für Liebe und Barmherzigkeit zwischen den Menschen. Es ist der Jesus Christus, der am Ende sein Leben für unser aller Heil hingibt und den Tod überwindet. Es ist der Jesus Christus, dessen Liebe so groß ist, dass sie alle Menschen begleitet, und selbst in tiefster Not und Verzweiflung leuchtet.
    Es ist der Jesus Christus, der alle Menschen selig spricht, die sanftmütig und barmherzig sind: "Selig sind, die Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden. Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes heißen." Diese Worte sind Worte der Hoffnung und der Orientierung. Sie helfen uns, den rechten Weg des Glaubens zu finden und die Gewissheit geben, dass Frieden einkehren wird in die Welt und in unsere Seelen.
    Und so sage ich Euch, liebe Brüder und Schwestern: Jesus Christus legt seinen Frieden in Euer Herz. Seine Liebe und seine Barmherzigkeit gilt jedem von uns. Für uns ist er Mensch gworden, und er sagt zu jedem einzelnen von uns: Selig bist Du, denn Du gehörst mir.
    Amen.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen
    Wir glauben an den einen Gott,
    den Vater, den Allmächtigen,
    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
    die sichtbare und die unsichtbare Welt.
    Und an den einen Herrn Jesus Christus,
    Gottes eingeborenen Sohn,
    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
    Gott von Gott, Licht vom Licht,
    wahrer Gott vom wahren Gott,
    gezeugt, nicht geschaffen,
    eines Wesens mit dem Vater;
    durch ihn ist alles geschaffen.
    Für uns Menschen und zu unserem Heil
    ist er vom Himmel gekommen,
    hat Fleisch angenommen
    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
    und ist Mensch geworden.
    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
    hat gelitten und ist begraben worden,
    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
    und aufgefahren in den Himmel.
    Er sitzt zur Rechten des Vaters
    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
    zu richten die Lebenden und die Toten;
    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
    Wir glauben an den Heiligen Geist,
    der Herr ist und lebendig macht,
    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
    der gesprochen hat durch die Propheten,
    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
    Wir erwarten die Auferstehung der Toten
    und das Leben der kommenden Welt.
    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:
    Vater unser im Himmel,
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft
    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen.


    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,
    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
    und sei dir gnädig,
    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

    Amen.

    [sim]Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus die Kathedrale aus.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • Handlung

    Begleitet von den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Karl Wollmann in die Kathedrale ein.

    Der Herr sei mit Euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.

    Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt./sim]

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Mach End, o Herr, mach Ende
    mit aller unsrer Not;
    stärk unsre Füß und Hände
    und lass bis in den Tod
    und allzeit deiner Pflege
    und Treu empfohlen sein,
    so gehen unsre Wege
    gewiss zum Himmel ein.

    Liebe Brüster und Schwestern,
    wir lesen in der Heiligen Schrift nach 1. Buch Moses, 12. Kapitel die Verse 1 bis 9:
    "Und der Herr sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abraham aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abraham aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog. So nahm Abraham Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu gehen. Und sie kamen in das Land, und Abraham durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. Da erschien der Herr dem Abraham und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben. Und er baute dort einen Altar dem Herrn, der ihm erschienen war. Danach brach er von dort auf ins Gebirge östlich von Bethel und schlug sein Zelt auf, sodass er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte, und baute dort dem Herrn einen Altar und rief den Namen des Herrn an. Danach zog Abraham immer weiter bis ins Südland."

    Liebe Brüder und Schwestern,
    "Und der Herr sprach zu Abraham". Die Erzählung beginnt mit einer überfallartigen Plötzlichkeit, wie sie charakteristisch ist für die Schilderung der großen Männer Gottes im Alten Testament. Es ist auffallend, dass wir nicht über den Menschen Abraham erfahren. Wir erfahren nicht über das, was sich vorher abgespielt haben mag, wir erfahrwen nichts über eventuelle Berechnungen, Machtwillen, Ehrgeiz oder Geldsucht, nichts über einen Entschluss zu einer zielbewussten Lebensführung oder Lebensgestaltung.
    Und doch mahnt uns dieser Anfang an eine simple Tatsache: Man kann sicherlich das Leben nach menschlichen Voraussetzungen beginnen, man kann es aber auch ohne jede Berechnung, ohne jeden Ehrgeiz, ohne jeden Machtwillen und ohne jede Geltungssucht von Gott her beginnen.
    Es gehört zu den Erfahrungen einer christlichen Lebensführung, dass an dieser Entscheidung kein Weg vorbeiführt. Es gibt menschlich begründete Lebensgrundsätze, denen derjenige abgesagt haben muss, der sein Leben von Gottes Gebot und Ruf her leben will. Wir kommen an der Frage nicht vorbei, ob wir unser Leben auf Gott allein wagen und ausrichten wollen, oder ob wir noch andere, menschliche Stützung und Kraftquellen heranziehen wollen, ja, oder ob wir unser Leben in völliger Gottesferne leben wollen, wie es scheinbar moderne Menschen fordern, wenn sie erklären, es sei nicht mehr zeitgemäß, sich zu stark auf das Christentum zu beziehen und die veröffentlichte Meinung die Hoffnung äußert, man möge solche Äußerungen öfters hören.
    Am Anfang steht der Ruf Gottes. Was davor geschieht, darüber schweigt sich die Bibel aus. Abrahams Geschichte beginnt erst, als er von Gott direkt angesprochen wird. Und in diesem Beginn kommt ein programmatischer Tatbestand zum Ausdruck: das eigentliche menschliche Leben beginnt erst da, wo Gott anfängt zu sprechen. Ein Mensch wird erst in dem Augenblick zu einer Person, indem Gott ihn anredet. Ja, sicher, er hat auch vorher Anteil am Leben in der Welt. Sein eigentliches Leben beginnt aber erst in dem Augenblick, da ihn der Ruf Gottes trifft. Immer, wenn Gott jemanden anspricht, ist ein Anfang gemacht worden, der nie mehr aufhört, und der eine ewige Bedeutung über das Leben dieses Menschen ausspannt. Ohne diese ewige Anrede Gottes gibt es kein Personsein im biblischen Sinne. Diesen alttestamentlich Kern hat Paulus richtig verstanden, als er davon spricht, wie das Leben des Glaubens im Menschen beginnt. Paulus zieht eine Parallele zur Schöpfungsgeschichte: so wie Gott in die Dunkelheit heinrief "Es werde Licht", so schreibt Paulus im zweiten Korintherbrief: "Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi."
    Der Beginn der Abrahamsgeschichte vermittelt uns aber eine weitere Grunderkenntnis: Die Offenbarung Gottes steht am Anfang jeder Gotteserkenntnis und Frömmigkeit. Gottes Offenbarung steht am Anfang des Glaubens. "Und der Herr sprach". Deutlicher kla<nn man nicht zum Ausdruck bringen, dass es Gottes Rede ist, die am Anfang steht, und nicht Abrahams Gehorsam, sein Glaube oder Frömmigkeit. Dies mag auf den ersten Blick verstörend wirken, ist aber zugleich tröstlich, stärkt es doch das Gebet. Denn wenn wir Gott im Gebet suchen, Denn der Weg zu Gott soll uns ja nicht versperrt werden. Vielmehr ist es Gott, der von sich aus zu uns kommt und sich offenbart.
    Und ein Drittes wird deutlich: Gottes Ruf weckt in Abraham den Glaubensgehorsam. Abraham wird hier von einem Gesichtspunkt aus gezeichnet, der für das paulinische Denken zentrale Bedeutung hat: von Abraham wird eine schwere Entscheidung abverlangt. Er soll sich von jenen Gesamtzusammenhängen lösen, die der Menschheit seit jeher wichtig sind: Vaterland, Freundschaft, Elternhaus. Die Grundlagen des menschlichen Gemeinschaftslebens soll er aufgeben. Ohne jedes Pathos wird dies in der Abrahamsgeschichte beschrieben. Es wird auch nicht erklärt oder begründet, dafür aber mit einer gewaltigen Verheißung versehen. Abraham wurde aufgefordert das reiche Kulturland der Alten Welt aufzugeben und gegen die geschichtslose Öde des neuen und unbekannten Landes einzutauschen. Abrahams Entscheidung ist daher eine echte Entscheidung.
    Und so leuchtet über diesen Text das Geheimnis von Berufung und Erwählung. Was Abraham widerfährt ist eine Gnadenwahl. In diesem Zusammenhang ist all' das, was den Hintergrund ausmacht, seine Vergangenheit, sein Werdegang, unwichtig. Nur eins ist wichtig: dass Gott Abraham auserwählt hat. Der Gott, der Abraham erwählte und ins Licht führte, ist noch derselbe bis auf diesen Tag. Ohne seine ewige Berufung gibt es keine Frömmigkeit und keinen Glauben, die diesen Namen verdienen. Aber wenn Gott ruft, wo und wann es ihm gefällt, dann beginnt eine Bewegung, die in Ewigkeit nicht aufhört.
    Und ein weiteres Lebensgesetz wird uns aufgezeigt: das nach Gottes Ordnung sein Gebot und seine Verheißung eng zusammenhängen: "Ich will Dich zum großen Volk machen und will Dich segnen und sollst ein Segen sein". Das ist Gottes Art: er kann nicht gebieten, ohne dass er nicht zugleich segnet. So wie der Schatten dem Licht folgt, so begleitet seine Verheißung sein Gebot.
    Abrahams Handeln wiederum war nicht auf Gottes Verheißung und der Erwartung künftigen Segens begründet, sondern allein auf Gottes Gebot und Gottes Berufung: "Da zog Abraham aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte". Er hatte keine andere Begründung für sein Handeln und so war es ein Handeln im Gehorsam. Als er aber im Glauben den Schritt des Gehorsams getan hat, tut sich ihm die Fülle der Vereißungen Gottes auf: "Gehe in ein Land, das ich Dir zeigen will". Das zeigt: Gott gibt, wenn er einen Menschen aus seinen überkommenen Verhältnisse und Sicherheiten heraus in seinen Dienst nimmt. Der Mensch kann sich das nicht selbst geben.
    Gottes verheißender Segen ist grenzenlos. Er weist in eine neue Welt hinein, die es vorher noch nicht gab. Was wusste Abraham von Kanaan? Er wusste nichts davon. Aber Kanaan wurde das Land, in dem Gottes große Verheißungen Gestalt gewannen.
    Und noch ein Letztes: Abraham glaubt dem Herrn, und im Glauben baut er ihm einen Altar und predigt von dem Namen des Herrn. Mit dieser Begebenheit beginnt die Geschichte der großen Segenswirksamkeit des Erzvaters. Abraham handelt nicht aus taktischen oder strategischen Erwägungen, sondern nur im Gehorsam des Glaubens. Er wählt nicht die alten Kultstätten der ihn umgebenden Völker, sondern einen neuen, namenlosen Platz. Da war keine Einbruchstelle der göttlichen Offenbarung, keine besondere religionsgeschichtliche Gelegenheit, nicht einmal ein Anknüpfungspunkt von nennenswerter Bedeutung. Da waren nur Gebot und Gehorsam, Verheißung und Glaube, weiter nichts. Das ist die göttliche Leitung der Weltgeschichte. Die Entwicklung geht nicht von uralten, sagenumwobenden Orakelstätten , uralter, menschlicher Frömmigkeit, zum Altar Gottes, sondern es geht nach jenem ehernen Gesetz der Religionsgeschichte: Es sterben die Götter der Menschen, wo der lebendige Gott erscheint. Darin aber beruht der besondere Segen, der Abraham zuteil wird: dass er nun predigen darf von dem Namen des Herrn. Nach der Entscheidung des Glaubens, kann er Weltmissionar werden.So werden Menschen zu Propheten: Schriftgelehrte gibt es viele, auch ohne besondere Berufung; Propheten sind immer von Gott berufen.
    Nicht umsonst wird dieser Segen auch über die kommenden Generationen gebreitet: "Deinem Samen will ich dieses Land geben", darum bekam er es auch, und niemand konnte es ihm wieder nehmen.
    Sicherlich gibt es auch dort, wo der lebendige Gott herrscht, auch weltliche Herrschaft über die Welt, aber es gibt sie immer nur so, dass Gottes Gebot der Anfang und Gottes Verheißung der Fortgang ist, niemals eigenes Können, Wissen und Planen. So war auch Abrahams Dienst begründet, und der heilgeschichtliche Ort seines Lebens und Wirkens in dieser Welt hatte nur ein einziges Kennzeichen: Gehorsam des Glaubens.
    Diese Erkenntnis hat auch die Gründungsväter und Gründungsmütter unseres Staates erfasst. Nicht umsonst bekannten sie sich zu einem Wahlspruch, der heute genauso aktuell ist wie damals, und alle sich vor Augen halten sollten, die meinen, das Christentum solle nicht mehr Grundlage unseres Lebens sein. Dieser Wahlspruch lautet: In God we trust.
    Amen.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen
    Wir glauben an den einen Gott,
    den Vater, den Allmächtigen,
    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
    die sichtbare und die unsichtbare Welt.
    Und an den einen Herrn Jesus Christus,
    Gottes eingeborenen Sohn,
    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
    Gott von Gott, Licht vom Licht,
    wahrer Gott vom wahren Gott,
    gezeugt, nicht geschaffen,
    eines Wesens mit dem Vater;
    durch ihn ist alles geschaffen.
    Für uns Menschen und zu unserem Heil
    ist er vom Himmel gekommen,
    hat Fleisch angenommen
    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
    und ist Mensch geworden.
    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
    hat gelitten und ist begraben worden,
    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
    und aufgefahren in den Himmel.
    Er sitzt zur Rechten des Vaters
    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
    zu richten die Lebenden und die Toten;
    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
    Wir glauben an den Heiligen Geist,
    der Herr ist und lebendig macht,
    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
    der gesprochen hat durch die Propheten,
    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
    Wir erwarten die Auferstehung der Toten
    und das Leben der kommenden Welt.
    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:
    Vater unser im Himmel,
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft
    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen.


    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,
    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
    und sei dir gnädig,
    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

    Amen.


    [sim]Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus die Kathedrale aus.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Metropolit in die Basilika ein.

    h2l2c4zv.jpg

    Der Herr sei mit Euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.


    Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn


    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Höre meine Stimme, o Herr, ich rufe zu Dir, Halleluja!

    So redet zu Dir mein Herz: Ich suche Dein Antlitz.

    Ja, Dein Antlitz, o Herr, will ich suchen!

    Halte Dein Angesicht vor mir nicht verborgen.

    Halleluja, Halleluja!

    Der Herr ist mein Licht und mein Heil:

    wen soll ich fürchten?

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

    Wie im Anfang,so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.

    Amen.

    Allmächtiger, ewiger Gott,

    mach, dass wir stets einen Dir ergebenen Willen zeigen

    und Deiner Majestät lauteren Herzens dienen.

    Durch Ihn.

    Liebe Brüder und Schwestern,

    wir lesen in der Heiligen im ersten Brief Petrus im vierten Kapitel, die Verse 1 bis 11:

    "Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat Ruhe vor der Sünde, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierde, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in denselben Strom wüsten Treibens, und sie lästern; aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise leben im Geist. Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe; denn »Liebe deckt der Sünden Menge zu«. Seid gastfrei untereinander ohne Murren. Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: Wenn jemand redet, rede er's als Gottes Wort; wenn jemand dient, tue er's aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."

    Liebe Brüder und Schwestern,

    es ist heute der Sonntag nach Pfingsten. Wehmut über den Abschied des Herrn und Sehnsucht nach Seinem Wiederkommen, aber auch Freude über Seinen Triumph erfüllen seit dem Tage der Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus die Herzen der Gläubigen.

    Im Hinblick auf die nahe Ankunft des Heiligen Geistes mahnt der Apostel Paulus zur Umkehr: wendet Euch ab von der fleischlichen Sünde, die er beschreibt als Ausschweifung, Begierde, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. Denn viele Menschen glauben, dass dies das wahre, erfüllte Leben sei. Und sie merken nicht, wie gerade dieses Leben sie in den Untergang führt.

    Petrus mahnt zur Wachsamkeit im Gebete. In brüderlicher Liebe sollen alle nach ihrer Fähigkeit einander dienen und so dioe Geistesgabe, die sie zum Besten der Gemeinschaft von Gott erhalten, an die Mitbrüder und Mitschwestern selbst wieder ausspenden.

    Gott selbst wird kommen und in uns Wohnung nehmen. Er weiß um unsere Mühen und Leiden in dieser Welt und sagt sie uns voraus: der Hass, den die Welt gegen Christen hegt, wird sich auch gegen uns wenden als diejenigen, in denen der Herr durch Seinen Geist weiterlebt und die durch ihr Leben aus diesem Geiste Zeugnis von Ihm geben.

    In der Aufforderung nach Abkehr von den Verführungen dieser Welt, von den oberflächlichen fleischlichen Sünden und dem Aufruf, ist der Aufruf enthalten, sich Gott zuzuwenden, und ihm zu vertrauen und Gutes zu tun, egal in welcher Lage wir uns auch befinden mögen. Diesen Aufruf zu befolgen, ist unser Vermächtnis und unser Weg zur Glückseligkeit.

    Amen.

    Lasset uns beten:

    Herr, nimm die Opfergaben an, die wir Dir

    zur Feier der glorreichen Himmelfahrt

    Deines Sohnes darbringen,

    und gewähre uns gnädig, dass wir

    aus den Gefahren dieser Zeit befreit werden

    und zum ewigen Leben gelangen.

    Durch Ihn.

    In Wahrheit ist es würdig und recht, billig und heilsam,

    Dir immer und überall dankzusagen,heiliger Herr,

    allmächtiger Vater, ewiger Gott,

    durch Christus, unseren Herrn.

    Nach Seiner Auferstehung ist Er allein

    Seinen Jüngern im Lichtglanz erschienen;

    vor ihren Blicken hat Er sich in den Himmel erhoben,

    um uns Anteil an Seinem göttlichen Leben zu gewähren.

    Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,

    mit den Thronen und Herrschaften

    und mit der ganzen himmlischen Heerschar

    den Hochgesang Deiner Herrlichkeit

    und rufen ohne Unterlass:

    Heilig, heilig, heilig ist Gott in Ewigkeit.

    Erfüllt sind Erde und Himmel von Seiner Herrlichkeit.

    Hochgelobt sei, der da kommt im Namen unseres Herrn!

    Hosianna in der Höhe!

    Hosianna in der Höhe!

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:
    Vater unser im Himmel,
    Geheiligt werde Dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft
    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen.

    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,
    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
    und sei dir gnädig,
    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

    Amen.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel verlässt der Metropolit der Vereinigten Staaten von Astor die Basilika.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

    Edited once, last by Karl Wollmann (May 31, 2020 at 7:49 PM).

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Metropolit der Vereinigten Staaten von Astor, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    h2l2c4zv.jpg

    Der Herr sei mit Euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.

    Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Als tiefes Schweigen das All umfing

    und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,

    da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr,

    vom Himmel herab, vom königlichen Thron.

    Ehre sei Gott in der Höhe

    und Friede auf Erden

    den Menschen seiner Gnade.

    Wir loben Dich,

    wir preisen Dich,

    wir beten Dich an,

    wir rühmen Dich und danken Dir,

    denn groß ist Deine Herrlichkeit:

    Herr und Gott, König des Himmels,

    Gott und Vater, Herrscher über das All,

    Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus,

    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,

    Du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

    erbarme Dich unser;

    Du nimmst hinweg die Sünde der Welr:

    nimm an unser Gebet;

    Du sitzest zur Rechten des Vaters;

    erbarme Dich unser.

    Denn Du allein bist der Heilige,

    Du allein der Herr,

    Du allein der Höchste:

    Jesus Christus,

    mit dem Heiligen Geist,

    zur Ehre Gottes des Vaters.

    Amen.

    Allmächtiger, ewiger Gott,

    du erleuchtest alle, die an dich glauben.

    Offenbare dich den Völkern der Erde,

    damit alle Menschen

    das Licht deiner Herrlichkeit schauen.

    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Die Weisheit lobt sich selbst

    und inmitten ihres Volkes rühmt sie sich.

    In der Versammlung des Höchsten öffnet sie ihren Mund

    und in Gegenwart seiner Macht rühmt sie sich:

    Der Schöpfer des Alls gebot mir,

    der mich schuf, ließ mein Zelt einen Ruheplatz finden.

    Er sagte: In Jakob schlag dein Zelt auf

    und in Israel sei dein Erbteil!

    Vor der Ewigkeit, von Anfang an, hat er mich erschaffen

    und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht.

    Im heiligen Zelt diente ich vor ihm,

    so wurde ich auf dem Zion fest eingesetzt.

    In der Stadt, die er ebenso geliebt hat, ließ er mich Ruhe finden,

    in Jerusalem ist mein Machtbereich,

    ich schlug Wurzeln in einem ruhmreichen Volk,

    im Anteil des Herrn,

    seines Erbteils.


    Jerusalem, rühme den Herrn!

    Zion, lobe Deinen Gott!

    Denn er hat die Riegel Deiner Tore festgemacht,

    die Kinder in Deiner Mitte gesegnet.

    Handlung

    Gemeinde: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

    Er verschafft Deinen Grenzen Frieden,

    Er sättigt Dich mit bestem Weizen.

    Er sendet seinen Spruch zur Erde,

    in Eile läuft sein Wort dahin.

    Handlung

    Gemeinde: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

    Er verkündet Jakob sein Wort,

    Israel seine Gesetze und seine Entscheide.

    An keinem anderen Volk hat er so gehandelt,

    sie kennen sein Recht nicht.

    Handlung

    Gemeinde: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

    Gepriesen sei Gott, der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.

    Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

    Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm.

    Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

    und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, zum Lob seiner herrlichen Gnade.

    Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn.

    Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke;

    denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.

    Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung,

    damit ihr ihn erkennt.

    Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid,

    welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt.


    Halleluja. Halleluja.

    Christus, offenbart im Fleisch, verkündet unter den Völkern,

    Christus, geglaubt in der Welt: Ehre sei dir!

    Halleluja.

    Liebe Brüder und Schwestern, wir lesen in der Heiligen Schrift bei Johannes im ersten Kapitel:

    "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, damit er von dem Licht zeuge, auf dass alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt."

    Liebe Brüder und Schwestern,

    "Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit". Die ganze Tiefe des Geheimnisses der Menschwerdung Jesu spricht aus diesem Satz. Ja, Gott war tatsächlich inmitten der Menschen, und sie haben seine Herrlichkeit gesehen. Doch nicht alle erkannten ihn, und so kam es, dass der Sohn Gottes zwar in sein Eigentum kam, aber die Seinen ihn nicht aufnahmen.

    Wenn wir Christen heute die Fleischwerdung Jesu bekennen, werden auch heute viele Menschen, unter ihnen viele christlich Getaufte, dieses Bekenntnis nicht erkennen oder sogar zurückweisen. Gerade in unserer heutigen modernen Zeit glauben viele Menschen, sie könnten leben ohne jede Verbindung zu ihrem Schöpfer. Sie verachten die Tage der Besinnlichkeit, der Ruhe und der Einkehr und huldigen statt dessen einem 24-Stunden-business bei dem der Mensch zum Götzendiener eines allumfassenden ausbeuterischen Mammons verkommt und selbst an Feiertagen kein Schutz davor möglich ist. Denn das ist ja unwirtschaftlich. Der Mensch aber soll funktionieren. Für die Wirtschaft, für den Umsatz, für das Bruttosozialprodukt. Und so wird das goldene Kalb, um das der Reigen der Wirtschaftlichkeit getanzt wird, fetter und fetter, und sein Gold glänzt - ja, seht es leuchten. Es leuchtet wie die Sonne. _Es glänzt, gewaschen vom Schweiß der Ausgebeuteten und poliert von ihrer Hände Arbeit!

    Doch diejenigen, die genau hinsehen, werden schnell feststellen: es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei genauer Betrachtung erweist sich das Gold als das, was man im Volksmund als "Katzengold" bezeichnet, und das strahlende Leuchten, das vom Mammon ausgeht, ist in Wahrheit nur ein falscher Schein, der uns nicht zur Wahrheit leuchtet, sondern uns irreführt ins Verderben.

    Nicht der Mammon macht uns frei, sondern einzig und allein das Wort des lebendigen Gottes und das Heilsgeschehen. Doch nicht erst mit der Fleischwerdung Jesu beginnt die Heilsgeschichte, sondern viel früher. Sie beginnt bereits vor der Erschaffung der Welt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." Hier wird der absolute Anfang angesprochen, die Wurzel auch unseres Seins.
    Warum aber die Heilsgeschichte? Warum ist Gott Mensch geworden? Wegen seiner Liebe zu den Menschen. "Denn aks hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Und so ist die Menschwerdung der Wendepunkt der Heilsgeschichte und zeigt eine letzte Heilsmöglichkeit. Nach dem Scheitern aller Heilsversuche in der vorchristlichen Menschheit ist die Geburt Jesu Christi das unerhörte neue Gnadenereignis. Durch das Wort, das vor aller Zeit war, ist die Zeit und die Welt geworden. Licht und Leben kommen von ihm. Und das Wort ist Fleisch geworden. Denen, die ihn aufnehmen, weist Christus den Weg, und er schenkt ihnen Gnade und Herrlichkeit.

    So beginnen wir das neue Jahr in Gottes Namen. Möge es für uns ein gesegnetes Jahr bleiben.

    Amen.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Gottes Sohn hat auf dieser Erde gelebt, als Mensch unter Menschen. Mit ihm lasst uns zu unserem gemeinsamen Vater im Himmel rufen:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwestern,

    als aber Gott den Menschen anblickte, gefiel er Ihm sehr, weil Er ihn nach dem Gewand Seines Abbildes und nach Seinem Gleichnis geschaffen hatte, damit er mit dem vollen Ton seiner vernünftigen Stimme alle Wunderwerke Gottes verkünde. Der Mensch ist nämlich das vollkommenste Wunderwerk Gottes, weil Gott durch ihn erkannt wird und weil Gott alle Geschöpfe seinetwillen erschaffen hat. Ihm hat Er mit dem Kuss der wahren Liebe gestattet, durch seine Vernunft Ihn zu preisen und zu loben.

    Herr, unser Gott,

    befreie uns durch die Wirkung dieses Sakramentes

    von unseren Fehlern und Sünden.

    Erfülle unser Verlangen und schenke uns alles,

    was wir zum Heil nötig haben.

    Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr segne euch das neue Jahr.

    Er treffe euer Herz mit seinem Wort

    und bewahre euch vor Unheil und Missmut.

    Er fülle eure Häuser und Familien

    mit seinem Frieden.

    Das gewähre euch der dreieinige Gott,

    Vater, Sohn und Heiliger Geist.

    Amen.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Metropolitik aus der Kathedrale aus.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Karl Wollmann in die Kathedrale ein.

    &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn

    Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus,

    die Liebe Gottes des Vaters

    und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes

    sei mit euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.

    Brüder und Schwestern,

    damit wir die heiligen Geheimnisse

    in rechter Weise feiern können,

    wollen wir bekennen, dass wir gesündigt haben.

    Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Lande!
    Hoheit und Pracht sind vor seinem Angesicht,
    Macht und Glanz in seinem Heiligtum!

    Ehre sei Gott in der Höhe

    und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.

    Wir loben dich,

    wir preisen dich,

    wir beten dich an,

    wir rühmen dich und danken dir,

    denn groß ist deine Herrlichkeit:

    Herr und Gott, König des Himmels,

    Gott und Vater, Herrscher über das All,

    Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.

    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,

    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

    erbarme dich unser;

    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

    nimm an unser Gebet;

    du sitzest zur Rechten des Vaters:

    erbarme dich unser.

    Denn du allein bist der Heilige,

    du allein der Herr,

    du allein der Höchste:

    Jesus Christus,

    mit dem Heiligen Geist,

    zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.

    Allmächtiger, ewiger Gott,

    lenke unser Tun nach Deinem Willen

    und gib,

    dass wir im Namen Deines geliebten Sohnes

    reich werden an guten Werken.

    Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

    Liebe Brüder und Schwestern,

    wir lesen in der Heiligen Schrift bei Matthäus:

    Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.« Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel herzu und dienten ihm."

    Liebe Schwestern und Brüder,

    kurz vor dieser Szene tritt Jesus in das öffentliche Leben. Gott selbst bestätigt: "Dies ist mein Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe". Doch diese Bestätigung wird sogleich von Satan in Frage gestellt: "Bist Du Gottes Sohn, so...". Es ist eine Anfechtung der göttlichen Bestätigung. "Bist Du Gottes Sohn, so...". Als wenn Satan nicht bereits die Wahrheit wüsste.

    Mit seiner Versuchung trifft Satan Jesus in einer Phase der Krise. Bereits vierzig Tage fastete Jesus in der Wüste; er ist hungtig und durstig. Darf er, Gottes Sohn, göttliche Macht für sich beanspruchen? Geschickt versucht Satan Jesus zu verführen: Bist Du Gottes Sohn, wenn Du wesenhaft teilhast an dem, der alles erschuf, alles bewegt, alles lenkt, dann sollst Du nicht leiden, sondern herrschen. Dann musst Du Deine Macht zeigen, also sprich, dass diese Steine Brot werden! Doch Jesus antwortet: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht." Die Versuchung Satans scheitert, denn Jesus ist für Satan unerreichbar, unantastbar, unangreifbar. Nie wird es Satan gelingen, die Scheidungslinie zwischen ihm und Jesus zu durchstoßen oder zu überwinden.

    "Bist Du Gottes Sohn, so..." ist eine Anfechtung, gegen die Jesus sein Leben lang bestehen muss, bis zum Schluss: "Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!"

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht. Wir Menschen können teilhaftig werden jenem Wort, das aus dem Munde Gottes geht, von dem Satan ausgeschlossen ist. Es geht in der Tat um nichts Geringeres als um Leben und Tod.

    Jesu Anspruch aber besteht. Er ist von Gott selbst bezeugt. Aber Jesus soll nicht Macht demonstrieren, sich selbst ein angenehmes Leben aufbauen oder seine Feinde zerschmettern und als glorreicher Herrscher regieren. Er soll Gehorsam sein. Jesus geht in den Tod. Jesus verliert sein Prestige vor den Menschen, aber er gewinnt es vor Gott und rettet am Kreuz, was verloren war. Das ist die Weisheit Gottes.

    Vieles von dem, womit Satan versuchte Jesus zu verführen, hält auch uns heutige Menschen gefangen. Es gibt die Dämonie der Macht, des Geldes, des Ruhmes: wer sich nicht uns fügt, nach unseren Vorstellungen lebt, nicht unserem Willen folgt, der soll gebeugt und gebrochen werden! Aber diese Dämonie der Macht wird zerbrochen werden, ja, sie ist bereits zerbrochen seit Jesus Christus. Bestehen aber bleibt Gottes Wort; aus ihm lebt der Mensch.

    Amen

    Die Weisung des Herrn ist vollkommen und gut,

    sie erquickt den Menschen.

    Das Zeugnis des Herrn ist verlässlich,

    den Unwissenden macht es weise.

    Handlung

    Gemeinde: Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.


    Die Befehle des Herrn sind gerade,

    sie erfüllen das Herz mit Freude.

    Das Gebot des Herrn ist rein,

    es erleuchtet die Augen.

    Handlung

    Gemeinde: Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.


    Die Furcht des Herrn ist lauter,

    sie besteht für immer.

    Die Urteile des Herrn sind wahrhaftig,

    gerecht sind sie alle.

    Handlung

    Gemeinde: Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.


    Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen;

    reichen Lohn hat, wer sie beachtet.

    Die Worte meines Munds mögen dir gefallen;

    was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen,

    Herr, mein Fels und mein Erlöser.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,

    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir

    und sei dir gnädig,

    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und

    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Metropolitik aus der Kathedrale aus.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

    Edited once, last by Karl Wollmann (January 26, 2025 at 6:59 PM).

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn


    Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus,

    die Liebe Gottes des Vaters

    und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes

    sei mit euch.

    Handlung

    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.

    Brüder und Schwestern,

    wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,

    und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

    Ein Tag sagt’s dem andern,

    und eine Nacht tut’s kund der andern,

    ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme.

    Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt.

    Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;

    sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer

    und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn.

    Sie geht auf an einem Ende des Himmels

    und läuft um bis wieder an sein Ende,

    und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.

    Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele.

    Das Zeugnis des Herrn ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

    Die Befehle des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz.

    Die Gebote des Herrn sind lauter und erleuchten die Augen.

    Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewiglich.

    Die Rechte des Herrn sind wahrhaftig, allesamt gerecht.

    Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold,

    sie sind süßer als Honig und Honigseim.

    Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen;

    und wer sie hält, der hat großen Lohn.

    Wer kann merken, wie oft er fehlet?

    Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

    Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen,

    dass sie nicht über mich herrschen;

    so werde ich ohne Tadel sein und

    unschuldig bleiben von großer Missetat.

    Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes

    und das Gespräch meines Herzens vor dir,

    Herr, mein Fels und mein Erlöser.



    Liebe Brüder und Schwestern, wir lesen in der Heiligen Schrift, im ersten Buch Moses, 1. Kapitel:

    „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“

    Liebe Schwestern und Brüder,

    Mit den Worten „Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.“ beginnt unser Glaubensbekenntnis. Wir glauben an den einen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat.

    Der Atheismus ist heute Bestandteil der heutigen pluralistischen Gesellschaft nicht nur hier in Astor, sondern überall auf der Welt. Der Atheismus wurde gefördert von einer Wissenschaft, die angeblich die Welt entzaubert hat. Wir wissen über die physikalischen und chemischen Prozesse in der Welt und wir haben die Geheimnisse der Evolution, beginnend mit dem, was die Wissenschaft als „Urknall“ bezeichnet, bis heute so gut wie aufgedeckt.

    Im 16. und 17. Jahrhundert begannen Menschen wissenschaftlich zu arbeiten, weil sie erwarteten, Naturgesetze zu finden, weil sie an einen Gesetzgeber glauben.

    Heute postulieren Atheisten und Wissenschaftler einen Gegensatz zwischen Gott und den Wissenschaften, um die Existenz des Universums, die Schöpfung Gottes, zu erklären. Es ist geradezu so, als ob man sich entscheiden müsste zwischen dem Ingenieur und der Ingenieurwissenschaft, um die Existenz des Autos zu erklären.

    Wir müssen erkennen, dass Gott nicht die gleiche Erklärung gibt, wie die Erklärungen, die die modernen Naturwissenschaften unserer heutigen Zeit uns anbieten. Auf die Frage, wie kommt es, dass es so etwas wie das Universum und diesen Planeten mit all‘ seinem Leben gibt, erklären die heutigen Atheisten, dass dies alles aus dem Nichts durch Zufall entstanden ist. Sie Antworten mit einem Widerspruch. Lasst es mich wie folgt versuchen zu erklären: wenn ich sage X hat Y erschaffen, gehe ich von der Existenz von X aus, um die Existenz von Y zu erklären. Wenn ich sage, X hat X erschaffen, gehe ich von X aus, um die Existenz von X zu erklären. Atheisten versuchen uns zu erklären, dass es gar nicht sein kann, dass ein unvorstellbarer Gott seine Schöpfung aus dem Nichts entstehen ließ, sondern, dass das Nichts per Zufall all das hervorgebracht hat, was wir als Schöpfung wahrnehmen.

    Die Astronomie führt uns zu einer einzigartigen Erkenntnis: in einem Universum, dass dem Nichts erschaffen wurde, gibt es einen Planeten, das mit den richtigen Bedingungen gesegnet wurde, die Leben ermöglichen. Diese Bedingungen, das gesamte Universum, sind rational erklärbar. Dem Universum wird von Gesetzmäßigkeiten beherrscht und nicht von Chaos; das Unbegreifliche für Atheisten ist, dass das Universum begreiflich ist, bis hin zu mathematischen Berechnungen: so können Mathematiker mathematische Gleichungen finden, die die Gesetzmäßigkeiten des Universum erklären.

    Gesetzmäßigkeiten aber sind Informationen. Wo es Informationen gibt, muss es aber ein Bewusstsein geben, das diese Informationen, diese Gesetzmäßigkeiten, erkennt, interpretiert und etwas damit tut. Erkennendes und ordnendes Bewusstsein aber ist das Gegenteil von Chaos und Zufall. Es ist ein göttliches Bewusstsein, ein göttlicher Wille, der das Universum und alles, was es beinhaltet, erschaffen hat.

    Atheisten erklären die Entwicklung des menschlichen Verstands, des menschlichen Geistes und der menschlichen Vernunft, nicht mit dem Willen, Wahrheit zu erkennen, sondern mit der Notwendigkeit in einer feindlichen Umwelt das Überleben zu sichern. Im Gegensatz zu den Atheisten geht der biblische Theismus davon aus, dass das Universum und seine Gesetzmäßigkeiten Ausfluss eines göttlichen Plans sind, und diese Gesetzmäßigkeiten vom menschlichen Geist erkannt werden können, weil der menschliche Geist Teil hat am göttlichen Verstand. Denn der Mensch ist nach dem Bilde Gottes erschaffen. Das bedeutet, dass Wissenschaft betrieben werden kann. Das macht mehr Sinn als der Atheismus.

    Natürlich erfordert ethisches oder rationales Verhalten nicht per se einen religiösen Glauben; das steht im Einklang mit dem Glauben, dass die Menschen als moralische und rationale Wesen nach dem Bilde Gottes erschaffen wurden. Aber genauso wenig wie Rationalität, kann auch Moral nicht ohne die Existenz Gottes erklärt werden.

    So wie die Wissenschaft aus christlich-jüdischen Quellen hervorging, so tat es auch das Konzept der menschlichen Gleichheit, das aus der jüdischen Ethik der Gerechtigkeit und der christlichen Ethik der Liebe hervorgeht. Der Wert eines Menschen, auf dem die Gleichheit basiert, bezieht sich nicht darauf, welcher sozialen Schicht er angehört oder wie reich, gebildet oder mächtig er ist, sondern darauf, das der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde.

    Die modernen Wissenschaften, insbesondere der Atheismus, stoßen an ihre Grenzen. Sie können nicht erklären, warum das Universum besteht oder wozu die menschliche Existenz gut ist. Denn nach ihrer Auffassung ist all das ja ein reines Zufallsprodukt, ein stetiger Prozess aus Versuch und Irrtum, was sie dann Evolution nennen.

    Die Bibel beschreibt in ihren Worten die Erschaffung der Welt durch Gott mit dem Menschen als Krönung dieser Schöpfung. Die Bibel erzählt eine Geschichte nicht nur in Bezug auf die Menschen untereinander, sondern insbesondere in Bezug zu Gott. Das Einzigartige dieser Erzählung liegt aber nicht in der ethischen Entwicklung des Menschen, sondern liegt tiefer: es geht um die gebrochene Beziehung zu Gott und um die Rettung der Menschheit durch Jesus Christus. Es ist Jesus Christus, der uns nicht nur die goldene Regel lehrte, sondern der Hungernde speiste, Kranke und Leidende heilte, die Ausgestoßenen der Gesellschaft willkommen hieß, und den Marginalisierten Ehre und Respekt bezeugte. Und er hat Millionen Menschen auf der ganzen Welt Vergebung und Frieden gebracht. Das alles konnte er tun, denn er war nicht nur ein Mensch, sondern er war auch Gott und Gottes Sohn. Der historische Beweis ist die Auferstehung Jesu von den Toten. Jesu Auferstehung von den Toten bedeutet, dass der Tod nicht das Ende der menschlichen Existenz ist. Das leere Grab von Jesus ist der Felsen, an dem alle Theorien der Atheisten zerschellen.

    Lese ich die Bibel, so spüre ich die Stimme Gottes, die zu mir spricht. Gott ist keine Theorie, sondern eine lebendige Person. Wir lernen Jesus kennen, der für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist. Dies hat uns ermöglicht, ein Gefühl der unverdienten Vergebung, Akzeptanz und Friedens zu finden und uns unseren hässlichen Seiten unserer Natur zu stellen und etwas dagegen zu tun.

    Und dennoch sind wir mit mannigfachen Problem in der Welt konfrontiert: ein junger Mensch stirbt an Krebs, ein anderer wird Opfer eines Gewaltverbrechens, andere Menschen sterben im Krieg. Wir stehen vor einem Problem, auf das der Atheismus keine Antwort hat, denn für ihn sind solche Ereignisse alles zufällige Ergebnisse des Chaos in der Welt. Der Atheismus kann keine Antwort geben, keinen Trost spenden, denn für ihn bildet der Tod das Ende der menschlichen Existenz; er kann alle diese Tragödien nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen. Gibt es also keine ultimative Hoffnung?

    Wir könnten jetzt Diskussionen anfangen und uns streiten, was ein liebender, gütiger Gott alles sollte oder könnte. Ganze Tage und Abende könnten wir damit zubringen, dicke Lehrbücher könnten wir schreiben, ohne dass wir jemals zu einem befriedigenden Ergebnis kämen.

    Vielleicht sollten wir eine andere Herangehensweise wählen, und die lautet so: wir leben in einer unvollkommenen Welt. Wir erleben Freude und Trauer, Glück und Unglück bis hin zu menschlichen Tragödien. Wie können wir damit umgehen? Es gibt keine einfachen Antworten, schon gar nicht die eine einzige richtige Antwort. Aber wir wissen: Jesus selbst ist qualvoll am Kreuz gestorben. Und so können wir uns die Frage stellen: was macht Gott am Kreuz? Und die Antwort kann nur lauten: Gott ist nicht ferngeblieben unserem menschlichen Leiden. Er kam zu uns in der Gestalt eines Kindes, geboren in ärmlichen Verhältnissen in einem Stall. Er wurde zu unrecht angeklagt, verurteilt und gekreuzigt. Und weil Jesus als Sohn Gottes am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist, wird er Richter am jüngsten Tag sein.

    Und jetzt kommt die Tragödie des Atheismus: für den Atheisten gibt es keine ultimative Hoffnung auf Gerechtigkeit. Aber die überwältigende Mehrheit der Menschheit ist ohne Gerechtigkeit gestorben und wird ohne Gerechtigkeit sterben. Und wenn, wie die Atheisten behaupten, der Tod das ultimative Ende, die vollkommene Vernichtung der menschlichen Existenz ist, dann haben sie auch keine ultimative Hoffnung auf Gerechtigkeit.

    Das Versprechen im Neuen Testament durch die Auferstehung Jesu ist, dass er der Richter am jüngsten Tag sein wird. Und weil das so ist, vertrauen wir auf die „Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das Leben in der kommenden Welt.“

    Amen.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

    Handlung

    Breitet seine Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,

    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir

    und sei dir gnädig,

    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und

    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit seiner rechten Hand ein Kreuz.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Metropolitik aus der Kathedrale aus.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn

    Herr, ich baue auf deine Huld,

    mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken.

    Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat.

    Brüder und Schwestern,

    wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Ehre sei Gott in der Höhe

    und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.

    Wir loben dich,

    wir preisen dich,

    wir beten dich an,

    wir rühmen dich und danken dir,

    denn groß ist deine Herrlichkeit:

    Herr und Gott, König des Himmels,

    Gott und Vater, Herrscher über das All,

    Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.

    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,

    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

    erbarme dich unser;

    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

    nimm an unser Gebet;

    du sitzest zur Rechten des Vaters:

    erbarme dich unser.

    Denn du allein bist der Heilige,

    du allein der Herr,

    du allein der Höchste:

    Jesus Christus,

    mit dem Heiligen Geist,

    zur Ehre Gottes des Vaters.

    Amen.

    Barmherziger Gott,

    du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.

    Lass uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,

    damit wir reden und tun, was dir gefällt.

    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Liebe Brüder und Schwestern,

    in der Heiligen Schrift lesen wir bei Matthäus im ersten Kapitel die Verse 1 bis 4:

    „Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen. Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: zuerst Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn verriet.“

    Liebe Schwestern und Brüder,

    die Bibel beschreibt eine große Stunde der Menschheitsgeschichte: Jesus, der von Gott Gesandte, gibt seine Sendung mit göttlicher Autorität an schwache Menschen weiter. Er ruft seine zwölf Apostel zu sich, damit sie immer bei ihm bleiben.

    Ich sprach von einer großen Stunde der Menschheitsgeschichte, denn diese zwölf schwachen Menschen, denen er Auftrag und Autorität verleiht, sind der Anfang der werdenden Kirche. Eine Kirche, die sich ausbreiten soll wie Lichtstrahlen sich über die Erde ausbreiten oder wie Samenkörner, die der Wind in alle Richtungen weht, damit sie sich festsetzen und Wurzeln schlagen, und Frucht bringen, immer und immer wieder.

    Dieses Samenkorn, das vom Wind weggetragen wird, es wird, wenn es an seinem Bestimmungsort gelandet ist, seine Kapsel sprengen und Wurzeln schlagen. Ein winzig kleines Ereignis, und in seiner symbolischen Bedeutung doch so unermesslich groß: Denn ist die gesprengte Hülle, das Wurzelschlagen, das Herausbilden der ersten Triebe und das Wachstum der Pflanze nicht das Ereignis von Ostern, die Auferstehung, die den Kosmos aufsprengt und neu ordnet, die den Menschen herausreißt aus den Banden der Schuld, getrieben vom Sturm des Geistes in alle Welt?

    Genau das ist Sendung: erwählt von Gott, getroffen vom Wort der Erlösung, getrieben vom Geist, der sie Gottes Wahrheit laut ausrufen lässt. Denn das Gottesreich ist nahe.

    Jesus erwählt schwache Menschen. Sie sollen Diener der Freude sein; einer Freude, die ihre durchdringende Kraft aus dem Kreuze Christi hat. Diese zwölf schwachen Menschen haben in Jesus eindringlich und übermächtig Gott erfahren. Was er tat, müssen auch sie tun. Sie müssen lieben, weil Jesus liebte bis ans Ende. Diese schwachen Menschen kennen sich selbst als Sünder, als fehlbar, aber auch als Jesu Freunde, die für immer wissen: Jesus Christus ist der Herr. Und deswegen wird ihre Zahl kein Ende nehmen, bis Gottes Lob überall laut geworden ist.

    Amen.

    Preise den Herrn, meine Seele,

    und alles in mir seinen heiligen Namen!

    Handlung

    Gemeinde: Gnädig und barmherzig ist der Herr,GL 657,3

    voll Langmut und reich an Huld.

    Preise den Herrn, meine Seele,

    und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

    Handlung

    Gemeinde: Gnädig und barmherzig ist der Herr,GL 657,3

    voll Langmut und reich an Huld.

    Der dir all deine Schuld vergibt

    und all deine Gebrechen heilt,

    der dein Leben vor dem Untergang rettet

    und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

    Handlung

    Gemeinde: Gnädig und barmherzig ist der Herr,GL 657,3

    voll Langmut und reich an Huld.

    Der Herr ist barmherzig und gnädig,

    langmütig und reich an Huld.

    Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden

    und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

    Handlung

    Gemeinde: Gnädig und barmherzig ist der Herr,GL 657,3

    voll Langmut und reich an Huld.

    So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,

    so weit entfernt er von uns unsere Frevel.

    Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,

    so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

    Handlung

    Gemeinde: Gnädig und barmherzig ist der Herr,GL 657,3

    voll Langmut und reich an Huld.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Zu Gott, dem Allmächtigen, der uns seinen Sohn als Zeichen seiner Liebe gesandt hat, wollen wir rufen:

    Lass die Kirche unter den Völkern ein wirksames Zeichen deiner Wahrheit und Liebe sein.

    Hilf den Menschen, Streit und Hass zu überwinden und den Frieden zu suchen.

    Erhalte allen, die von einer Not bedrängt werden und keinen Ausweg wissen, Mut und Zuversicht.

    Lass uns an deinem Wort festhalten und auch gegen Widerstände den Weg der Nachfolge gehen.

    Allmächtiger Gott, du hast uns aus der Finsternis in dein Licht gerufen. Lass uns als Kinder des Lichtes leben durch Christus, unseren Herrn.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,

    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir

    und sei dir gnädig,

    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und

    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

    Amen.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel cerlässt der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, die Kathedrale.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn

    Brüder und Schwestern,

    wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.


    Gott, wir sind heute hier mit allem,

    wofür wir dankbar sind.

    Für die kleinen und großen Freuden unseres Lebens.

    Gott, wir sind heute hier mit allem,

    was wir nicht mehr brauchen können.

    Mit dem, was unserem Leben nicht guttut.

    Mit dem, was anderen nicht guttut.

    Du freust dich über das, was uns Kraft zum Leben gibt.

    Du nimmst uns ab, was verbraucht und schädlich ist.

    Du unterstützt uns, neue Wege zu gehen.

    Und so rufen wir, Gott, zu dir:

    Erbarme dich!


    Liebe Brüder und Schwestern,

    wir lesen in der Heiligen Schrift bei Johannes im achten Kapitel die Verse 2 bis 11:

    „Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“

    Liebe Schwestern und Brüder,

    die Situation ist eigentlich klar: da steht eine Frau, die eine Sünderin ist, vor Jesus. Die Anklagen sind vorgebracht, die Paragraphen wurden zitiert, die Subsumtion ohne Fehler ausgeführt. Das Urteil, auf das die Schriftgelehrten warteten, ist eigentlich klar: auf den Ehebruch folgt als Rechtsfolge die Strafe des Todes durch Steinigung. Es fehlt nur noch die Bestätigung, der Urteilsspruch. – Diese Bestätigung erfolgt jedoch nicht.

    Stattdessen beschämt Jesus die Ankläger, ja, er trifft sie im Kern Ihres Wesens: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“. Mehr noch: Jesus ist die Frau, die in den Augen ihrer Mitmenschen eine Verbrecherin ist, ein Gespräch wert. Jesus überwindet die Distanz, die Menschen mit Vorurteilen, Vorschriften, Gesetzen und Strafen geschaffen haben. Jesus weist einen Ausweg. Dieser Ausweg ist ein Zeichen Gottes, der sich gerade dann hörend und verstehend anbietet, wenn menschliche Kontakte einseitig zerstört sind. Mit dem Eröffnen dieses Auswegs macht Jesus deutlich: Gott erbarmt sich der Sünder und vergibt ihnen.

    Wie schnell haben dagegen wir Menschen verurteilt! Wie aggressiv können wir sein, etwa gegen Außenseiter der Gesellschaft, gegen alle diejenigen, die anders sind als wir oder von denen wir glauben, dass sie uns Unrecht getan haben. Dann werden Strafen gegen einzelne Menschen oder Sanktionen gegen ganze Völker verhängt bis sie gebrochen sind und nachgeben oder verdrängt worden sind aus der Gesellschaft und aus dem sozialen Leben, aus dem Diskurs. Und wir wähnen uns als die Guten, die moralisch Überlegenen. Oft wird dabei mehr zerstört als durch die Tat des Sünders beschädigt wurde.

    Nicht selten wird Gerechtigkeit abgelöst und verdrängt durch das Bedürfnis nach Rache und dem Gefühl des Hasses. Können wir überhaupt gerecht sein, da es uns an Liebe mangelt? Können wir beurteilen, wo der andere schuldig ist, wenn wir nicht einmal imstande sind, die Anfänge unserer eigenen Schuld zu erkennen, jene winzige Erstübertretung der Ordnung, die erst in der Häufung als Unordnung deutlich wird?

    Spüren wir, wann wir anfangen zu „fallen“? Sind wir nicht fallsüchtig von Geburt an?

    Wie viele Menschen zerbrechen, weil sie nie angenommen wurden, nie die Chance bekamen, verstanden und aufgenommen zu werden?

    „Hat dich niemand verdammt?", fragt Jesus, "Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh' hin und sündige hinfort nicht mehr.“ Die Sünderin ist auf’s Neue in die Gesellschaft aufgenommen. – Sie ist „re-sozialisiert“.

    Amen.


    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.


    Handlung

    Breitet die Arme aus:

    Der Herr beschütze dich und behüte dich,

    der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir

    und sei dir gnädig,

    der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und

    schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

    Amen.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel verlässt der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, die Kathedrale..


    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    Brüder und Schwestern,

    wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Herr, wir britten:

    Durch die Heilmittel Deiner Barmherzigkeit stütze unsere Gebrechlichkeit,

    und wenn sie in ihrer Schwäche darniederliegt,

    so richte sie durch Deine Güte wieder auf.

    Liebe Brüder und Schwestern,

    wir lesen in der Heiligen Schrift bei Lukas im 16. Kapitel die Verse 19 bis 31:

    „Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag vor seiner Tür, der war voll von Geschwüren und begehrte sich zu sättigen von dem, was von des Reichen Tisch fiel, doch kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Kind, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und in all dem besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.“

    Liebe Schwestern und Brüder,

    immer wenn ich diese Erzählung lese, denke ich an die mahnenden Worte: „Kehrt um und tut Buße“, und man möchte hinzufügen: „bevor es zu spät ist“.

    Es wird uns zu Beginn eine Szene vor Augen geführt: da ist ein reicher Mann und ein armer Mann namens Lazarus. Der reiche Mann, der in Saus und Braus lebt: er hat mehr als genug zu essen und zu trinken, kann sich die schicksten Kleider und Accessoires kaufen, er lebt in einer teuren Villa; heute würde man vielleicht noch hinzufügen: er kann sich die teuersten Autos leisten, und vielleicht besitzt er noch eine Jacht oder gar sein eigenes Flugzeug, mit dem er um die Welt jetten kann.

    Viele werden sich fragen: was ist so Schlimmes an dem Reichen? Er lebt in seinem Reichtum und genießt es, denn schließlich hat er sich seinen Reichtum ja selbst erschaffen, er hat sich seine Welt selbst erbaut und sie sich einiges kosten lassen. Sich? Die Kosten tragen in solchen Fällen meist die anderen, die – oft weit unter gerechtem Lohn arbeitend – den Reichtum der Reichen begründen.

    Die üppige Pracht und der Reichtum der Reichen, ist oft gegründet auf Ausbeutung, auf der Berechnung von Ausgaben und Einnahmen und dem Bestreben, einen möglichst hohen Profit zu erwirtschaften. Das Streben nach Gewinn und Reichtum kennt keine Maße. Und Reichtum soll sichtbar, äußerlich erkennbar sein, Eindruck machen und Achtung einbringen.

    Und auf der anderen Seite ist da der Lazarus. Er hat buchstäblich nichts: nicht genug zu essen und einen Arzt kann er sich auch nicht leisten, denn er war voll Geschwüre. Dieser Lazarus lag also vor der Tür des Reichen und bettelte in der Hoffnung auf eine milde Gabe. Leider umsonst. Und es kommt noch ärger: es kommen Hunde und lecken an seinen Geschwüren, was eine zusätzliche Erniedrigung des Lazarus bedeutet, denn Hunde gelten im Judentum als unreine Tiere. Er wird gewissermaßen dorthin verwiesen, wo er in den Augen des Reichen hingehört: bei den Unreinen.

    Der Arme vor der Tür. Auch heute. In weiter Ferne oder in unmittelbarer Nähe. Doch was heißt das: arm sein? – Abhängig vom Arbeitgeber, von den Kameraden, seinen Mitmenschen. Angewiesen sein auf die Mildtätigkeit anderer, auf Nachsicht, Vergebung, auf einen Arbeitsplatz und täglich eingeübt auf den Tod.

    Es ist gewiss keine Schande, reich zu sein. Auch kann man im Zusammenhang mit reich sein nicht von Schuld sprechen. Wohl ist oft Schuld damit verbunden, reich zu werden. Das ist die Gefahr der Reichen: die Zukunft nur zu kalkulieren nach den Gesetzen von Haben und Gewinn und dabei blind zu sein für den Mitmenschen. Der Reiche lebt aus der Fülle des Vergänglichen und kennt nicht immer die Erfüllung durch das Unvergängliche. Er ist satt und hat doch nie genug. Ihn beschäftigt vornehmlich die eigene, größere Möglichkeit, die noch nicht erreicht ist.

    Doch gehen wir weiter in der Erzählung: der Reiche kommt wie selbstverständlich nicht in Abrahams Schoß, sondern landet an einen Ort, der mit dem Wort „Hölle“ bezeichnet wird. Und er schaut auf und sieht Lazarus in Abrahams Schoß. Und nun bittet er um kleineste Dinge, die er selbst zu Lebzeiten dem Lazarus verweigert hat. Und der Reiche erinnert sich an seine fünf Brüder, und er bittet Abraham, den Lazarus zu ihnen zu schicken, damit er sie warnt und zur Umkehr und zur Buße ermahnt; wenn jemand von den Toten aufersteht, dann würden seine Brüder ihm glauben. So will der Reiche wenigstens zum Mahnzeichen für die Lebenden werden. Doch Abraham weist diese Bitte zurück: „Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.“

    Es kommt zu einem Rollentausch zwischen dem Reichen und dem Armen. Und nun wird deutlich: der Reiche bleibt namenlos, er fällt in die Namenlosigkeit vor Gott, der eigentlich alle und alles in Liebe mit Namen nennt. Er, der Reiche, verliert vor Gott sein Gesicht, sein Ansehen, seinen Namen. Er wird völlig zunichte. Er hat sich zu seinen Lebzeiten hervorgetan unter den Menschen und einen Abstand geschaffen zwischen sich und den Armen, von denen, die von den Menschen Abgelehnten und vor den Menschen Namenlosen, die aber gerade deshalb von Gott mit Namen gerufen werden: Lazarus heißt „Gott hilft“. Gott erfüllt seine Versprechen. Er wird laut im Namen.

    Der Rollentausch nach dem Tod ist der folgende: der namenlose Reiche, der sich selbst erhöht hat, fällt in das höllische Feuer. Ewige Trennung, endlose Einsamkeit, auch wenn andere sein Geschick teilen müssen.

    Und nun auf ein Mal wird der Reiche „sehend“. Nun nimmt er wahr, was vorher nicht einmal in sein Blickfeld geriet: der Abstand, die Kluft zwischen Himmel und Hölle. Nun haben sie in schrecklicher Weise die Seiten gewechselt. Es führt kein Weg zurück und es gibt auch keine Hilfe mehr. Die Schicksale sind endgültig fixiert; entzwei gebrochen ist die Schöpfung nach dem Gericht. Es gibt keine Möglichkeit mehr die Seite zu wechseln. Gott hat lohnend und strafend das letzte Wort. Entscheidend ist der Glaube an das Wort Gottes, das laut wird durch die Propheten und wirksamer ist als jedes Wunderzeichen.

    Eine große Frage, die hier aufgeworfen wird, ist die, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem irdischen Leben und dem Leben nach dem Tod. Gibt es so etwas wie ein Lebenskonto oder ein Lebensbuch, wo man Pluspunkte sammeln kann, wenn man Gutes tut und Minuspunkte, wenn man Böses tut? Gibt es so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Tod, wenn Gerechtigkeit im irdischen Leben verweigert wird?

    Seit über 2000 Jahren wird diese Erzählung vorgetragen. Sie verdeutlicht eines: der Reiche und Lazarus stehen beispielhaft für die Zustände, die sich seit Jahrtausenden verfestigt haben: grob gesagt für die Teilung der Menschheit in arm und reich; eine Ordnung, die mit Macht etabliert wurde und durch Macht bis heute erhalten wird. Es wurden auf Erden jene Himmel und jene Höllen geschaffen, die Menschen ihren Mitmenschen bereiten. Und das Schlimme: niemand wird kommen, um uns Einhalt zu gebieten oder uns zur Ordnung zu rufen: weder Engel, noch Abraham oder andere Propheten oder eine Seele aus dem Reich der Toten.

    Aber wir, die wir heute hier auf Erden leben, wir können umkehren, bevor es zu spät ist. Es liegt an uns jedem das gleiche Recht Gottes und Gerechtigkeit. Es liegt an uns; von den Toten werden wir keine Ratschläge oder Führung erwarten können.

    Jeder Mensch muss aus freier Entscheidung Gottes Wort hören. Keiner ist dabei vertretbar. Glauben kommt aus dem Hören. Hören aber verlangt Umkehr und Buße. Sonst werden die Rollen getauscht und wird die endgültige Trennung vollzogen.

    Es liegt an uns auf Erden Lebenden Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu üben, ja oft noch weiter zu gehen und Gnade vor Recht ergehen zu lassen, gerade dann, wenn wir uns persönlich verletzt fühlen: vergeben befreit beide – dem, der vergibt und dem, dem vergeben wird.

    Und genau so, wie Lazarus, selbst wenn er es noch so sehr wollte, nicht in der Lage ist, von den Toten aufzuerstehen und die Brüder des Reichen zu warnen, genauso sind heute die Toten nicht in der Lage uns zu kontaktieren. Dieser Hilflosigkeit der Toten hält uns vor Augen: nicht die Toten werden von dieser Erzählung angesprochen, sondern wir, die wir in dieser Zeit auf der Erde leben: jeder Lebende hat jetzt die Zeit Gutes zu tun.

    Amen.

    Wer ist wie der Herr, unser Gott,

    der thront in der Höhe:

    der niederschaut auf Himmel und Erde!

    Den Hilflosen hebt er vom Boden auf;

    er richtet den Armen empor aus dem Staube.

    Selig das Volk, dessen Gott der Herr;

    das Volk, das der Herr sich zum Erbe erkoren.

    Vom Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen:

    der Sterne Heer durch den Hauch seines Mundes.

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.

    Handlung

    Breitet die Arme aus.

    Es segne und behüte Euch der allmächtige

    und barmherzige Gotte,

    der Vater , der Sohn und der Heilige Geist!

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz.

    Amen.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel verlässt der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, die Kathedrale.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

  • &key=4edece8738a37d90b210c70a5e43ce5fda4790fcfab327522fe5dfee64ee3c34-aHR0cDovL2ZzMS5kaXJlY3R1cGxvYWQubmV0L2ltYWdlcy8xODAzMjUvaDJsMmM0enYuanBn


    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel zieht der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, in die Kathedrale ein.

    Brüder und Schwestern,

    wir sprechen das Schuldbekenntnis:

    Handlung

    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Enge und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten Gott, unserem Herrn.

    Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    Erbarme Dich, Herr, unser Gott, erbarme Dich.

    Handlung

    Gemeinde: Denn wir haben vor Dir gesündigt.

    Erweise uns, Herr, Deine Huld.

    Handlung

    Gemeinde: Und schenke uns Dein Heil.

    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.

    Handlung

    Gemeinde: Amen.

    So spricht der Herr:

    Ich sinne Gedanke des Friedens, nicht Gedanken der Strafe.

    Rufet mich an, und ich will Euch erhören;

    Und ich führe Euch aus der Gefangenschaft heim

    von allen Orten zusammen.

    Gesegnet hast Du, o Herr, Dein Land:

    hast die Gefangenschaft von Jakob gewendet.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

    Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

    Amen.

    Wir bitten, Herr, lass‘ die Vergehen Deines Volkes nach,

    und befreie uns in Deiner Güte von den Sündenfesseln,

    in die wir in unserer Gebrechlichkeit uns verfangen haben.

    Liebe Schwestern und Brüder,

    wir lesen in der Heiligen Schrift bei Matthäus im 14. Kapitel die Verse 22-33:

    Und alsbald drängte Jesus die Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm ans andere Ufer zu fahren, bis er das Volk gehen ließe. Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er auf einen Berg, um für sich zu sein und zu beten. Und am Abend war er dort allein. Das Boot aber war schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind stand ihm entgegen. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht. Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und sie stiegen in das Boot und der Wind legte sich. Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn! 

    Liebe Brüder und Schwestern,

    dieser Bericht führt uns ein Bild gegensätzlicher Spannung vor Augen: Jesus schreitet auf dem Wasser, und doch geht von ihm Sicherheit und Ruhe aus. In Petrus dagegen spiegelt sich der Schrecken des drohenden Untergangs. Man kann sich Petrus bildlich vorstellen: mit angstvoll geweiteten Augen hebt er spontan flehend seine Hände. Denn seine Füße sinken. „Herr, rette mich“. In tiefster Seele schon ergriffen von der Erkenntnis: „Der Herr kommt auf mich zu!“ fühlt Petrus sich so angezogen, dass er tun will, was alle ergriffenen Christen seitdem tun möchten: dem Herrn gleichen. Und so versucht er über die Tiefen zu gehen wie Christus. Aber er vergeht vor Angst. Denn indem er dies Wagnis beginnt, herauszugehen aus seiner menschlichen Beschränkung, geschieht ihm, was ebenso allen widerfährt, die den Herrn lieben und aufbrechen: Er erlebt die nicht zu überspringende, zweite Phase der Ergriffenheit durch Gott: Er kann keinen Schritt aus sich tun. Er sinkt mit der Schwerkraft seiner Sünde. Sogleich umschließt Jesus mit festem Griff seine Hand. „Du Kleingläubiger, warum hast Du gezweifelt?“. In diesem Satz mischen sich Ernst und Verstehen und die Mahnung dessen, der die Zukunft schaut.

    Ein Bericht von existenzieller Tiefe und starker Aussagekraft. Ein Bericht, das von den Spannungspolen des Schicksals Christi und der Christen spricht: von Tod und Auferstehung. Denn von beidem wird hier berichtet.

    Die Jünger hatten den Herrn auf dem See schreitend erblickt. Auffällig wird eigens die Zeit betont. Es war vierten Nachtwache, gegen Morgen also. Es ist die Zeit der künftigen Auferstehung. Der frühe Morgen ist Sinnbild des neu beginnenden Tages Christi, der Zukunft, die diesen Namen trägt.

    Mächtige Furcht hatte die Jünger befallen. „Ein Gespenst!“ Halten wir es nicht eher für möglich, dass uns die Kräfte der Finsternis begegnen als die Macht des Lichtes? – Die Jünger erkennen Jesus nicht. Aber sie werden beruhigt“Habt guten Mut! Ich bin’s. Fürchtet Euch nicht!“ Ist nicht auch dies ein österliches Modell? Immer, wenn Gott entscheidend das Wort hat, fallen die Menschen in Furcht und Schrecken. Immer werden die Menschen klein und furchtsam, fühlen sie ihre Endlichkeit und Sünde.

    Auch am Ostergrab werden die erschreckten Frauen beruhigt „Fürchtet Euch nicht! Geht hin und verkündigt!“.Im österlichen Garten verkennt auch Maria, die große Liebende, den Herrn. Aber sie wendet sich und glaubt. Sie wird die große Zeugin der Auferstehung.

    Was sich an Ostern voll und ohne verhüllendes Bild entfaltet, geschieht schon hier auf dem See: Petrus sinkt. Aber der Herr fasst ihn, und sogleich wandelt sich der Strudel des Todes in das Gewässer des Lebens, weil es ihn trägt. Der Herr setzt den Wendepunkt. – Ist es so: Je näher der Mensch Gott kommt, umso mehr muss er ihn suchen? Je offenbarer Gott scheint, umso stärker wird das Erleben seiner unbekannten Geheimnisse? Ist mit dem Dunkel des Glaubens die Freude des Erkennens verbunden? Und umgekehrt? Gott bietet den Wendepunkt zu je noch Größerem, zu der Erfahrung – durch alle Schatten der Furcht hindurch – aufgenommen zu werden und angekommen zu sein.

    Amen.

    Du befreiest uns, Herr, von denen, die uns bedrängen und die uns hassen.

    Du machst sie zuschanden.

    Alle Tage rühmen wir uns in Gott;

    Deinen Namen wollen wir preisen in Ewigkeit.

    Halleluja, Halleluja!

    Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir;

    höre, o Herr, mein Gebet.

    Hallelulja!

    Liebe Schwestern und Brüder, lasst uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen

    Wir glauben an den einen Gott,

    den Vater, den Allmächtigen,

    der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,

    Gottes eingeborenen Sohn,

    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

    Gott von Gott, Licht vom Licht,

    wahrer Gott vom wahren Gott,

    gezeugt, nicht geschaffen,

    eines Wesens mit dem Vater;

    durch ihn ist alles geschaffen.

    Für uns Menschen und zu unserem Heil

    ist er vom Himmel gekommen,

    hat Fleisch angenommen

    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

    und ist Mensch geworden.

    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

    hat gelitten und ist begraben worden,

    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

    und aufgefahren in den Himmel.

    Er sitzt zur Rechten des Vaters

    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

    zu richten die Lebenden und die Toten;

    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,

    der Herr ist und lebendig macht,

    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

    der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

    der gesprochen hat durch die Propheten,

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

    Wir erwarten die Auferstehung der Toten

    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    Liebe Brüder und Schwester, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

    Vater unser im Himmel,

    Geheiligt werde Dein Name.

    Dein Reich komme.

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft

    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

    Amen.


    Handlung

    Breitet die Arme aus.

    Es segne und behüte Euch der allmächtige

    und barmherzige Gotte,

    der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!

    Handlung

    Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz.

    Amen.

    Handlung

    Unter den Klängen der Orgel verlässt der Bischof von Octavia, Erzbischof Karl Wollmann, die Kathedrale.

    Erzbischof Karl Wollmann
    Kardinaldiakon
    Metropolit Emeritus der Kirchenprovinz Astor
    Erzbischof Emeritus von Astoria City
    Erzbischof Emeritus von Tisano
    Bischof von Octavia
    Metropolitan Administrator Sede plena der Territorial Abbey of the Most Holy Trinity

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!