Ich freue mich...

  • Ist kein Vorwurf, aber die Frage brennt mir unter den Nägeln:
    Was macht man genau in einer Micronation, deren definierter Grundkonsens die Politiksimulation ist, wenn man RL an Politik keinerlei Interesse hat?


    Ich für meinen Teil habe von RL-Politik auch so ziemlich die Nase voll. Ich war eine zeitlang sogar in einer Partei aktiv und habe auch schon selbst (erfolglos) kandidiert. Mittlerweile nehme ich zwar noch an Abstimmungen teil, aber ich beschäftige mich nicht mehr sonderlich aktiv mit Politik. Selber wieder kandidieren oder mich in einer Partei engagieren kommt für mich auf absehbare Zeit nicht mehr in Frage.

  • Ich find die RL-Poitik ziemlich spannend, vor allem auch in unserer speziellen Form, der Direkten Demokratie. Wenn Wahlen sind, nehme ich daran teil (hab gerade mit meinem Stimmzettel den Gripen versenkt :)) und gestern Abend war ich an einer politischen Veranstaltung wegen einem geplanten und umstrittenen Schulhausneubau. Ich finde es interessant, dass wir als Bürger so nahe an der Politik dran sind. Dass Politiker machen, was sie wollen, trifft bei uns so nicht zu. Bei uns hat das Volk das letzte Wort.


    Mir werden regelmässig politische Ämter angeboten (obwohl ich parteilos bin), auch z.B. im Gemeinderat (der fünfköpfigen Exekutive) unserer 7.500 Seelen-Kommune. Da ich aber Selbständigerwerbender bin, habe ich für solche Ämter wohl nicht genug Zeit, ausserdem habe ich einen Beruf, der sich nicht unbedingt für ein GR-Mitglied eignet (weil mir sonst wegen der Zuweisung von Aufträgen der öffentlichen Hand an mich über kurz oder lang Vetternwirtschaft vorgeworfen würde).


    Wer nicht abstimmen geht, verbessert den politischen Prozess nicht. Macht von euren politischen Rechten Gebrauch, Leute!

    [align=center]Mosby M. Parsons


    Former Senator for Laurentiana
    Former Governor of Laurentiana
    Former Member of the House of Representatives
    Former Lieutenant General (NG) and
    Commandant of the Laurentiana National Guard

  • Wer denkt, Politik brauche ihn nicht zu interessieren, der sollte dann schön die Füße still halten wenn ihm die Entscheidungen nicht passen, is einfach so.


    Früher hat auch mich Politik wenig interessiert - bis ich angefangen habe, mich intensiv mit der Materie zu befassen. Politiker sind ja nicht nur die da oben, das sind irgendwie wir alle. Inzwischen bin ich auch seit einiger Zeit parteipolitisch aktiv und da aufm Weg in lokale Vorstandsebenen. Trotzdem möchte ich niemandem ein bestimmtes Stimmverhalten aufzwingen - nur gar nicht zu wählen, wenn man die Wahl hat, ist ganz schwach.


    Quinn Michael Wells, Laureate of the Presidential Honor Star


    Former (XXXVII.) Vice President of the US | Former Senator of [definition=2]Astoria State[/definition] | Former SotI | Former Vice-Presidential Nominee | Former Speaker of the Assembly
    3 Times Governor of [definition=2]Astoria State[/definition]
    Record: Longest consecutive Term and most days in office as Governor of [definition=2]Astoria State[/definition]

  • selbst wenn ich 18 wäre wurde ich nicht wählen gehen. Die Politiker machen sowieso nich das was sie versprechen


    Das ist in Astor doch oft genauso. :grins

    C. C. Cavenagh

    Associate Justice of the Supreme Court of the United States


    //////// //////// ////////


    Former (40th) Vice President of the United States

    Former U. S. Attorney General

  • Grundsätzlich gilt für mich: Wer nicht wählt, soll auch nicht meckern. Alle die sagen, dass sie aus Überzeugung nicht wählen, kann ich immer nur daran erinnern, dass Wahlen lange Zeit nicht selbstverständlich waren und man doch, wenn nicht konkrete Entscheidungen hervorrufen, zumindest eine politische Grundrichtung festlegen. Und die sieht nun mal auch potenziell anders aus, wenn bei uns die Christdemokraten mit den Liberen oder die Sozialdemokraten mit den Grünen zusammen gehen.


    Man macht es sich dann, meiner Meinung nach, zu leicht, wenn man sagt: Die Politiker machen eh was sie wollen und deswegen gehe ich nicht wählen.


    Aber mal eine Frage an die Schweizer unter uns: Wie hoch sind eigentlich so im Durchschnitt die Wahlbeteiligungen bei euren basisdemokratischen Abstimmungen?

  • Das hängt vom Sachgeschäft ab. In der Regel so um die 50 %. Mal mehr, mal weniger.


    Schlecht besucht sind Gemeindeversammlungen (quasi das Thing der Kommune). Von 4.000 Stimmberechtigten kommen da bei uns vielleicht 100, wenn's hoch kommt 200. Die behandelten Geschäfte unterliegen natürlich dem fakultativen Referendum. Die schlechte Beteiligung ist auch ein Zeichen, dass man sich gut regiert fühlt - denn sonst kann man an die GV und dort Dampf ablassen, denn jeder darf dort reden. Gerade eingebürgerte Deutsche sind recht aktiv, die schätzen die Direkte Demokratie sehr.


    Die GV legt auch die Höhe der Gemeindesteuer fest und beschliesst Gemeindeausgaben ab einer bestimmten Höhe. Wir regieren uns also zu einem guten Teil selbst. Das ist für uns vollkommen selbstverständlich.


    Entscheidend ist, dass man wählen oder die Gemeindeversammlung besuchen DARF. Dass das Volk das letzte Wort hat. Für unsere Politiker ist das sehr bequem; denn wir bocken uns einen allfälligen Mist selber ein und können nicht irgendwelche Politiker dafür verantwortlich machen. Unsere Politiker sind überaus volksnah. Wer will, kann schnell und unkompliziert selbst Spitzenpolitiker persönlich kennen lernen. Das sind Leute wie du und ich.

    [align=center]Mosby M. Parsons


    Former Senator for Laurentiana
    Former Governor of Laurentiana
    Former Member of the House of Representatives
    Former Lieutenant General (NG) and
    Commandant of the Laurentiana National Guard

  • Heute Nachmittag habe ich mit meiner Frau einen Ausflug nach Sainte-Agnès gemacht. Soll eines der schönsten Dörfer Frankreichs sein und ich darf sagen, es ist wirklich wunderschön. Die Aussicht auf die Küste und das Meer ist sagenhaft, erst recht von der Burgruine aus, auf die ich mich hinauf gequält habe. Die Aussicht ist vielleicht vergleichbar mit dem Tafelberg und Sicht auf Kapstadt. Nachher war ich völlig verschwitzt im Gegensatz zu meiner Frau, die mit ihren Ballerinaschuhen sich vor dem Aufstieg drückte, dafür aber im Auto dann entgegen meinem ausdrücklichen Wunsch (ja, man redet nicht nur in Astor an eine Wand) die Klimaanlage einschaltete. Was zur Folge hat, dass ich jetzt krank bin, naja.


    Also, wer mal in der Region Côte d'Azur ist, dem kann ich eine Besichtigung von Sainte-Agnès nur empfehlen. Es hat dort auch ein Festungswerk der Maginotlinie, das ich aber nur von aussen besichtigte (hab in der Schweizer Armee schon genug mufflige Festungen von innen gesehen).

    [align=center]Mosby M. Parsons


    Former Senator for Laurentiana
    Former Governor of Laurentiana
    Former Member of the House of Representatives
    Former Lieutenant General (NG) and
    Commandant of the Laurentiana National Guard

  • Wo ist der Zusammenhang?
    Davon abgesehen würde dir die Bundeswehr vielleicht mal ganz gut tun ;)

    Daryll Kyle Sanderson (D-AS)




    U.S Senator for [definition=2]Astoria State[/definition] | President of the Senate

  • Wie sagte mein Ex-Mitbewohner immer? "18 Jahre lang habe ich nicht gesoffen, nicht geraucht und nicht geflucht. Dann wurde ich zum Präsenzdienst eingezogen." :D

  • Bist du Stackhouse?

    [align=center]Mosby M. Parsons


    Former Senator for Laurentiana
    Former Governor of Laurentiana
    Former Member of the House of Representatives
    Former Lieutenant General (NG) and
    Commandant of the Laurentiana National Guard

  • :grins
    Erinnert mich an 'nen Freund. Desen Onkel wollte beim Granatenüben gucken wie die Explodiert undund ist hinterher gelaufen
    Wie kommst du drauf das sie Stackhouse ist

  • Ich Persönlich bin bei Basisdemokratie oft skeptisch, in derart kleinem Massstab einer Gemeinde mag es noch gut funktionieren,aber: Größere Mengen Menschen sind leicht zu beeinflussen auf Nationaler ebene werden Volksabstimmungen schnell zu werkzeugen, sie spegeln nicht den Volkswillen wieder sondern den Willen der Person oder Gruppe die am besten wirbt, verführt und eben geschickt propagiert. Das alles macht mich sehr sehr skeptisch, es gibt immer dinge die einfach nötig sind aber die eine Bevölkerung von sich aus nie erlauben würde, beispiel Moscheenverbot in der Schweiz.
    Demokratie funktioniert repräsentativ am besten wenn man mich fragt. ABER sie muss transparent sein, dennoch nah am Bürger der seinerseits die Pflicht hat der Politik auf die Finger zu gucken. Da kommt die vierte Gewalt ins spiel: die presse ins spiel und die ist derzeit das Problem finde ich denn auch rennomierte Magazine werden immer polemischer und schreiben immer mehr Unsinn anstatt konstruktive Meinungsbildung zu betreiben: Beispiel: Fragt man den durchschnittlichen Bürger ob die Kriminalität zunimmt dann sagt er ja...weil immer spektakulärer drüber berichtet wird, während das gegenteil der Fall ist. Naja wichtig ist die Augen offen zu halten und sich selbst einzubringen oder zu aller aller mindest sein Wahlrecht wahrzunehmen.
    Ich weiß ich drehe die Diskussion wieder etwas zurück, aber ich wolle meinen Senf auch noch dazu geben.

  • Ach, unserem Testar würde selbst die Feuerwehr nicht mal schaden. Formalexerzieren mit nem frustrierten Ausbilder der nen Hang zum Schreien hat würde ihm schon helfen. :D

    Jake Ulysses Smith (D-LA)

    Fr. Vice President of the United States

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